Neunforner zahlen weniger

Es sind gute Neuigkeiten für die Bürger der Evangelischen Kirchgemeinde Neunforn: Der Steuerfuss wird gesenkt. Und das, obwohl der Aufwand im kommenden Jahr höher sein soll als der Ertrag.

Christof Lampart
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Konrad Wiesmann Präsident der Kirchenvorsteherschaft in Neunforn (Bild: Christof Lampart)

Konrad Wiesmann Präsident der Kirchenvorsteherschaft in Neunforn (Bild: Christof Lampart)

NEUNFORN. Die evangelische Kirchgemeinde Neunforn senkt ihren Steuerfuss. Das hat Konrad Wiesmann, der Präsident der Kirchenvorsteherschaft, am Mittwochabend bei der Kirchgemeindeversammlung bekannt gegeben. Der Grund dafür seien die guten Steuereinnahmen der vergangenen Jahre, sagte Wiesmann. Sie hätten dafür gesorgt, dass die Kirchgemeinde grosse Abschreibungen auf die Liegenschaften habe vornehmen können. Momentan beträgt der Steuerfuss 24 Prozent, im kommenden Jahr soll er auf 20 sinken. «Es ist eine gute Gelegenheit, allen etwas zurückzugeben, die jahrelang zu viel bezahlt haben», sagte Wiesmann. In vier bis fünf Jahren werde die Kirchgemeinde aber eventuell wieder über eine Steuerfusserhöhung nachdenken müssen. Denn durch die Senkung dürfe die Rechnung in den nächsten Jahren mit roten Zahlen abschliessen.

Die Kirchgemeinde rechnet bei ihrem Voranschlag für das kommende Jahr bereits mit einem Aufwandüberschuss von 30 000 Franken: Der Ertrag soll bei 349 000 Franken liegen, der Aufwand bei 379 200 Franken. Die 30 Stimmberechtigten haben die Steuerfusssenkung dennoch grossmehrheitlich angenommen.

Präsident tritt zurück

Wiesmann wird im Jahr 2016 als Präsident der Kirchenvorsteherschaft zurücktreten. Er teilte mit, dass sich die bisherige Vizepräsidentin Esther Gredig bereit erklärt habe, zu kandidieren. Die Kirchgemeinde sei aber noch ausdrücklich auf der Suche nach einem Mann für die Finanzen, die bisher ihm unterstehen. Die Behörde wünsche sich ausdrücklich einen Mann, um für ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in der Kirchenvorsteherschaft zu sorgen.

Einige Personen treten erneut an: Monika Küng, zuständig für Seniorenarbeit und kirchliche Kommission, Rolf Leemann, zuständig für Liegenschaften und Anlässe, Stefanie Egli, Aktuarin und Betreuerin der Webseite, sowie Pfarrer Bruno Ammann. Conny Hartmann, die für Kirche, Kind und Jugend sowie für die kirchliche Kommission zuständig ist, wird nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren.

Mesmer in Teilzeit

Dasselbe gilt für die Mesmerin Rosmarie Koradi. Sie beendet ihr Engagement in der Kirche Oberneunforn auf Ende März 2016. Wiesmann sagte, er könne sich gut vorstellen, dass sich dieses Amt in Zukunft zwei Personen teilen. Interessenten können sich ab sofort bei Esther Gredig melden.