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NEUNFORN: Buche und Eiche in Windeseile weg

Rund 90 Ster Holz brachte die Politische Gemeinde am Samstag unter die Leute. Rund 60 Bieter und Schaulustige waren an der traditionellen Holzgant zugegen. Als Gantrufer amtete Gemeinderat Sven Bollinger.
Manuela Olgiati
Geordnet liegt das Buchen- und Eichenholz für die Meistbietenden bereit. (Bild: Manuela Olgiati)

Geordnet liegt das Buchen- und Eichenholz für die Meistbietenden bereit. (Bild: Manuela Olgiati)

Manuela Olgiati

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Kühl, aber trocken war es am Samstagvormittag. Neunforner Holzgant war. Und das zog rund 60 Bieter und Schaulustige in den Wald bei Giesenhard. Viele Bäume für diese Gant seien einem Sturm zum Opfer gefallen, blickte Gantrufer und Gemeinderat Sven Bollinger (Ressort Land- und Forstwirtschaft) zurück. Deshalb sei das Holz nicht ganz so frisch wie sonst üblich. «Trotzdem gut», befand Werner Schlatter aus Frauenfeld, der mehrere Klafter im Visier hatte. Rund 90 Ster Holz lagen geordnet als Ster oder Klafter gefasst mit Metallbändern oder Abdeckmaterial am Waldrand bereit. Buche, Eiche und ein wenig gemischtes Holz. Der Tross der Bieter bewegte sich von Position zu Position. Die gebotenen Preise lagen unter hundert Franken pro Ster.

Jedes Jahr kommen viele Stammbieter

Wer sich nach Neunforn aufmacht, um Holz an der Gant zu ergattern, muss ein Liebhaber dieser Tradition sein. Ein Haus zu beheizen, gibt Ambiente. «Ich freue mich, dass viele Einheimische kommen und Holz aus der Region unterstützen», sagte Gemeindepräsident Benjamin Gentsch. So gab es nicht wenige Stammbieter, darunter auch Auswärtige. Einige boten nicht nur für sich selber, sondern für Kollegen oder Familienmitglieder, in deren Auftrag sie Brennholz ersteigern sollten. Für die Politische Gemeinde Neunforn als Verkäuferin und Besitzerin von über 40 Hektaren sei die Holzgant alle Jahre wieder ein Kassenschlager. Aber im Wald bei Giesenhard ging es auch um das Gesellige. Denn nach dem Geschäftlichen stärkte sich die Gesellschaft am Feuer mit einer Wurst.

Einige Ster Holz wurden zur Schatzung, also zum Mindestpreis versteigert. Bei einzelnen wurde überboten. So bekam man Holz zu einem guten Preis und trieb sich nicht gegenseitig hoch. Die meisten wussten ganz genau, welche Stücke sie ersteigern wollten. Sie nahmen Augenschein vor der Gant. «Gute Erkundigungen sind mir wichtig», sagt Silvia Kradolfer aus Obernneunforn. 350 Franken für vier Ster Holz. «Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, verkauft.» Auch beim Eichenklafter wurde der Preis von 250 Franken auf 270 Franken angehoben. Revierförster Paul Koch schätzte den Wert der Stücke ab, bevor sie angeboten wurden. Die Holzmenge, die Qualität und der Standort flossen in die Berechnungen ein.

Nach der Gant schickt die Gemeinde Rechnungen. «Bei uns ist das unkompliziert», erklärte der Buchführer. Innert sieben Jahren müsse es abgeholt werden, sagte Bollinger.

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