Neujahrsempfang im Rathaus

Mehrere hundert Bürger besuchten den Neujahrsapéro der Stadt Frauenfeld. Jeder Besucher erhielt als Geschenk das beliebte Neujahrsblatt.

Isabelle Schwander
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Stadtrat Ruedi Huber (Mitte) stiess auf das neue Jahr an. (Bild: Isabelle Schwander)

Stadtrat Ruedi Huber (Mitte) stiess auf das neue Jahr an. (Bild: Isabelle Schwander)

FRAUENFELD. Der Stadtammann Carlo Parolari begrüsste im Rathaussaal jeden Besucher des Neujahrsapéros mit persönlichem Händedruck und seinen Wünschen zum Jahresauftakt. Die Mitglieder des Stadtrats mischten sich unter die Gäste und zeigten Gesprächsbereitschaft auf Augenhöhe mit allen Bürgern. Sie bekräftigten damit ihr Anliegen, auch im neuen Jahr auf das Wohlwollen der Bevölkerung zählen zu dürfen.

Das Gespräch im Mittelpunkt

Frauenfeld verzichtet beim Neujahrsapéro bewusst auf Ansprachen, Bestuhlung oder musikalische Einlagen. Im Mittelpunkt stehen ausschliesslich Gespräche und die Kontaktpflege bei einem Glas Bürgerwein. Dieser ungezwungene Rahmen, der jeglichen «Schwellenängsten» entgegentritt, wird von breiten Kreisen geschätzt. Auch diesmal besuchten rund 800 Personen diesen traditionsreichen Anlass. Jeder Besucher erhielt als Geschenk das Neujahrsblatt: Es zeigt in diesem Jahr eine 1926 entstandene Aufnahme: Damals bestellte der Buchbinder Konrad Labhart beim Frauenfelder Fotogeschäft Bär Aufnahmen seiner Liegenschaft neben der Schlossbrücke. Das Foto zeigt die steinerne Schlossbrücke von 1838/39 mit ihren feinen gusseisernen Geländern, welche 1963, infolge der Brückenverbreiterung, dem wachsenden Autoverkehr weichen musste.

Ein visuelles Gedächtnis

Drei Generationen der Familie Bär haben zwischen 1865 und 1964 einen fotografischen Schatz von ca. 50 000 Glasplatten und Kunststoffnegativen geschaffen. Dieser wird vom Stadtarchiv Frauenfeld aufbewahrt, welches auch im Besitz der Kundenbücher des Fotogeschäftes Bär ist. Dadurch lässt sich der grösste Teil der Bilder identifizieren und datieren. Erst dies macht dieses «visuelle Gedächtnis» nutzbar für wissenschaftliche Zwecke sowie für Privatpersonen, die Nachforschungen zu ihrer Familiengeschichte aufnehmen wollen.