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Neugier auf Überdruck

An Workshops im Bildungszentrum für Technik bastelten Kids Raketenmobile. Mit dem Kurs wollen ausbildende Betriebe für technische Berufe begeistern.
Hugo Berger
Ein Raketenauto entsteht: Instruktor Roger Eichenberger unterstützt die Workshop-Teilnehmer bei ihrem Projekt. (Bild: Hugo Berger)

Ein Raketenauto entsteht: Instruktor Roger Eichenberger unterstützt die Workshop-Teilnehmer bei ihrem Projekt. (Bild: Hugo Berger)

In den Schulzimmern herrscht gähnende Leere. Ferien im Bildungszentrum für Technik. In der Werkstatt im Untergeschoss aber geht es an diesem Dienstagvormittag rege zu und her. Es wird gesägt, gebohrt und gebogen. «Hier musst du noch etwas feilen, damit die Achse einwandfrei läuft», sagt Instruktor Roger Eichenberger zu einem Schüler. Jede der vier Gruppen von jeweils vier Schülern baut ein Raketenmobil. Das Tüftlerprojekt ist etwa 40 Zentimeter lang und besteht zur Hauptsache aus Chromstahlblech und Kunststoff. Es wird durch Überdruck angetrieben und soll auf einer 50 Meter langen Strecke auf Schienen eine hohe Geschwindigkeit erreichen.

Mit dem Projekt wollen die ausbildenden Betriebe und Berufsverbände in Zusammenarbeit mit dem Gebäudetechnikverband Suissetec Thurgau den Schülern technische Berufe wie Sanitärinstallateur, Spengler oder auch Polymechaniker näher bringen. 32 Kinder im Alter von zehn bis 13 Jahren schnuppern an den beiden zweitägigen Ferienkursen Industrieluft.

Traumberufe: Fussballer oder Pilot

Das Ausschneiden mit der Blechschere habe ihm Spass gemacht, sagt Stefan Strässle. Besonders gut gefalle ihm am Kurs, dass man im Team arbeiten könne. Nach seinem Berufswunsch gefragt, sagt der Zehnjährige ohne lange zu überlegen, er wolle Fussballprofi werden. Eine Option allerdings lässt er sich offen. Nach einer Pause fügt er hinzu: «Und falls es nicht klappt, lerne ich einen technischen Beruf.»

Viel Lob für den Werkshop hat auch Jeremia Grichting übrig. Das exakte Arbeiten mit dem harten Material habe ihm Spass gemacht. Ja, er könne sich vorstellen, dereinst Spengler zu lernen. Doch sein Traumberuf sei es nicht. Der Zwölfjährige hat hochfliegende Pläne: Er möchte Pilot werden.

Die Kurse, die heuer in Frauenfeld zum zweiten Mal durchgeführt werden, kommen laut In-struktor Hans Wyler gut an. «Wir haben sogar eine Warteliste. Als im vergangenen Jahr ein Teilnehmer krankheitshalber ausfiel, konnten wir den frei gewordenen Platz innerhalb einer Stunde besetzen.» Leider meldeten sich nur rund zwei bis drei Prozent Mädchen für die Kurse an. Dies, obschon etwa der Beruf des Spenglers heute gut geeignet sei für Mädchen und diese sich in den handwerklichen Berufen auch hervorragend bewährten, betont Wyler.

Hugo Berger

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