Neues Altern am Untersee

Die Gemeinden Eschenz und Wagenhausen haben gemeinsam ein Forum und eine Anlaufstelle für das Leben im Alter gegründet. Erste Ergebnisse und Ideen wurden am Donnerstagabend vorgestellt.

Katharina Brenner
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STEIN AM RHEIN. Mehr Stühle müssen her – so gross ist der Andrang am Donnerstagabend bei der Informationsveranstaltung «Leben im Alter» im Kirchgemeindehaus Burg in Stein am Rhein. Eingeladen hatten die beiden Gemeinden Eschenz und Wagenhausen. Rund 80 Gäste kamen, die meisten davon Senioren. Schliesslich ging es um sie, um ihre Zukunft.

Seit fast drei Jahren arbeiten Karin Vetterli-Ruh, Gemeinderätin aus Wagenhausen, und Heidi Springmann, Gemeinderätin aus Eschenz, zusammen an einem Alterskonzept für ihre Gemeinden. Dazu gehören Aspekte wie das altersgerechte Wohnen und die medizinische Versorgung. Das Alterskonzept bildet die Grundlage für zwei neue Projekte, die am Donnerstagabend vorgestellt worden sind.

Forum Leben im Alter

Das erste Projekt ist das Forum Leben im Alter, eine Art Denkwerkstatt zum Zusammenleben mit Älteren. «Wir wollen uns etwa viermal im Jahr treffen», sagte Daniel von Wartburg, der Leiter des Forums. Das nächste Mal im März 2016. Sollten sie Handlungsbedarf sehen, würden sie auf den Gemeinderat zugehen. Momentan gehören dem Forum sieben Bürger aus den beiden Gemeinden an, Interessierte sind willkommen. Die Mitglieder haben sich am Donnerstagabend vorgestellt. Sie eint der Wunsch, etwas an das Gemeinwesen zurückzugeben und Grundlagen zu schaffen für ihr eigenes Leben im Alter.

Anlaufstelle für Altersfragen

Das zweite Projekt ist die Anlaufstelle für Altersfragen. Walter Rytz aus Eschenz und Anita Schwarzer aus Wagenhausen von Pro Senectute betreuen jeweils in ihren Gemeinden die Anlaufstelle für Altersfragen. Sie helfen der Bevölkerung weiter bei Fragen rund um die Themen Nachbarschaftshilfe, Pflegeheime, Ärzte oder Hilfsmittel.

Zum Abschluss des Abends sprach der Theologe Heinz Rüegger über die Chancen und Herausforderungen des Alterns. Er sieht eine Lösung im Austausch und nachbarschaftlichen Engagement. Mit ihren Konzepten seien die Gemeinden auf einem sehr guten Weg, sagte er.

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