Neuer Standort für Mobilfunkantenne

BICHELSEE. Das Bundesgericht ist in einer öffentlichen Beratung zum Schluss gekommen, dass die Gemeinde Bichelsee-Balterswil der Swisscom zu Recht keine Bewilligung für den Bau einer Mobilfunkantenne im Weiler Ifwil erteilt hat.

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Eine Beschwerde des Telekommunikationsunternehmens gegen den Entscheid des Thurgauer Verwaltungsgericht hat es abgewiesen.

Damit ist die 21 Meter hohe Antenne für den Weiler aber noch nicht völlig vom Tisch. Sie sollte die bestehende 15 Meter hohe Antenne ersetzen, die im Gegensatz zur geplanten nicht freistehend, sondern auf einem Gebäude angebracht ist.

Wie die Lausanner Richter in ihrem am Mittwoch gefällten Urteil entschieden haben, muss als alternativer Standort das Elektrizitätsunterwerk geprüft werden - obwohl dieses in der Landwirtschaftszone liegt. Dort dürfen in der Regel nur standortgebundene Bauten erstellt werden.

Keine Antenne in der Dorfzone

Im Fall Ifwil hält das kommunale Baureglement fest, dass in der Dorf- und Weilerzone keine Antennen erstellt werden dürfen, Ausnahmen sind aber möglich. Zudem müssen sich Bauten sehr gut in die Umgebung einpassen.

Für die Richter liegt es auf der Hand, dass über 20 Meter hohe Antennen wohl nur in den seltensten Fällen gut in ein Ortsbild integrierbar sind.

Weil die geplante Antenne zudem vorwiegend Nichtbaugebiet versorgt, erachtet es das Bundesgericht als angebracht, den alternativen Standort näher zu prüfen. Im Bereich des Elektrizitätsunterwerks störe eine Antenne zudem optisch weniger als in einem Weiler. (sda)