Neuer Präsident für Aadorfer SVP

Ein Urgestein tritt ab. Nach insgesamt zwölf Jahren an der Spitze der Aadorfer SVP-Ortspartei übergibt August Sidler das Amt an den 29jährigen Pascal Wymann. 1989 hatte Sidler die Partei mitgegründet, ganz zurückziehen will er sich auch jetzt noch nicht.

Olaf Kühne
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Generationenwechsel in der SVP Aadorf: Pascal Wymann übernimmt von August Sidler. (Bild: pd)

Generationenwechsel in der SVP Aadorf: Pascal Wymann übernimmt von August Sidler. (Bild: pd)

AADORF. «Wissen Sie, wie alt ich bin?», entgegnet August Sidler auf die Frage nach dem Grund seines Rücktritts. Er sei 67 Jahre alt, habe die SVP Aadorf zwölf Jahre lange geführt – es sei schlicht Zeit für einen Wechsel. Einer Verjüngung des Parteipräsidiums stimmten denn auch die Parteimitglieder an ihrer Jahresversammlung zu: Einstimmig wählten sie den 29jährigen Aadorfer Pascal Wymann zu ihrem Präsidenten.

Bedauern über verpasste Wahl

August Sidler ist in Aadorf ein Urgestein der lokalen Politik. 1989 war er Gründungspräsident der SVP-Ortspartei, stand ihr danach während dreier Jahre vor. «Ich war damals beruflich zu sehr eingespannt und musste das Präsidium deshalb abgeben», blickt Sidler zurück. 2006 kehrte er in das Amt zurück und bekleidete es seither durchgehend. Mit dem 67-Jährigen tritt einer der auffälligeren Ortsparteipräsidenten des Hinterthurgaus ab. Als fleissiger Leserbriefschreiber und kritischer Votant an Gemeindeversammlungen machte sich Sidler nicht nur Freunde. Gänzlich die politische Bühne verlassen will er indes nicht. Er bleibe noch mindestens ein Jahr im Vorstand der Partei, die aktuell rund 80 Mitglieder zählt.

An der Parteiversammlung standen noch weitere Personen im Fokus. Für 25jähriges Mitwirken wurden Marianne Ammann und Ruth Osterwalder geehrt. Gewürdigt wurde zudem Roman Engeler. Der abtretende Gemeinderat und Vizegemeindeammann verpasste am 8. März knapp die Wahl zum Gemeindepräsidenten. «Wir bedauern immer noch, dass unser ausgewiesener Kandidat nicht gewählt wurde», berichtet Sidler aus der Versammlung.

Ja zu Turnhallen-Umbau

Über Support darf sich hingegen Schulpräsident Martin Köstli freuen. Die SVP-Versammlung beschloss die Ja-Parole zu seiner 5-Millionen-Vorlage «Umnutzung der alten Turnhallen Löhracker», über die am 14. Juni an der Urne befunden wird. «Es ist zwar viel Geld», kommentiert Sidler den Parteibeschluss – und ergänzt ganz pragmatisch: «Aber wir können die Hallen schliesslich nicht leer stehenlassen.»