Neuer Präsident beim VCS

Das Bodensee-Rheintal-Y könnte nach Ansicht des VCS Verkehr von der Strasse auf die Schiene bringen.

Manuela Olgiati
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ROMANSHORN. In der Ostschweiz sei erheblich mehr Bahnverkehr möglich, findet der Vorstand der Thurgauer Sektion des VCS. Das Bodensee-Rheintal-Y der Bahn (Sargans–Rorschach–Konstanz/St. Gallen) sei ein Kontrapunkt zum Autostrassen-Y mit BTS und OLS, das das Volk im letzten Herbst noch befürwortet hat.

180 Millionen für erste Etappe

Zur Zukunft der Bahn in der Ostschweiz sprachen Fachreferenten an der Sektionsversammlung am 14. März in Romanshorn. SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher, Mitglied der Verkehrskommission, erklärte die Finanzierung und den Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi). Das Ziel von Fabi seien mehr Sitzplätze sowie mehr und raschere Verbindungen im Personen- und mehr Qualität im Güterverkehr. Auch auf der Strasse sei ein Ausbau angesagt, denn der Druck der Bürgerlichen steige, sagt Graf-Litscher. Die erste Etappe des Bodensee-Rheintal-Y koste 180 Mio. Franken für das Teilstück St. Gallen–Chur.

«Die Ostschweiz darf sich nicht aufspalten lassen und muss das Bodensee-Rheintal-Y unterstützen», fordert der Verkehrsplaner Paul Stopper. Direktzüge Singen–Konstanz–Chur seien anzustreben. Von einem Angebot mit je stündlichen Rheintal-Express- und Bodensee-Express-Verbindungen profitiere der Freizeitverkehr in beiden Regionen.

Peter Wildberger übernimmt

Nach dem Rücktritt Wolfgang Schreiers wurde der Frauenfelder Peter Wildberger zum Präsidenten der Sektion Thurgau des VCS gewählt. Schreier bleibt im Vorstand. Susanne Frischknecht, Halden, Brigitte Ladner, Romanshorn, und Jana Brönimann, Altnau, wurden als Vorstandsmitglieder bestätigt. Den Mitgliedern wurde das Projekt Gemeindepatenschaft vorgestellt. Gemeindepaten beobachten am Wohnort die Entwicklung bei Verkehr, Umwelt, Bau und Raumplanung. Der Vorstand des VCS erhofft sich dadurch vertiefte Einblicke, um rechtzeitig handeln zu können.

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