Neuer Name für SAC-Senioren

Die Seniorengruppe des SAC Thurgau muss sich einen neuen Namen suchen. Dafür dürfen die alten Männer weiterhin ohne Frauen wandern.

Mario Tosato
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Hansjörg Locher Präsident SAC-Sektion Thurgau (Bild: Mario Tosato)

Hansjörg Locher Präsident SAC-Sektion Thurgau (Bild: Mario Tosato)

FRAUENFELD. Ein Artikel der Ostschweiz am Sonntag dürfte schuld daran sein, dass 110 Stimmberechtigte die Jahresversammlung des Schweizerischen Alpenclubs (SAC) Sektion Thurgau besuchten. Im Zentrum standen Anträge, den Verein «Senioren SAC Thurgau» aufzulösen. Laut Sektionspräsident Hansjörg Locher schwelt seit Jahren ein Konflikt über die Statutenkonformität und den Namen dieses Vereins. Im Zentrum steht die Weigerung der Senioren, Frauen aufzunehmen.

Verein muss sich auflösen

Ein Votant beantragte, dieses Traktandum zu verschieben. Ruedi Meier, Obmann der Seniorengruppe, wehrte sich erfolgreich dagegen. Nach angeregten Diskussionen gestanden die Anwesenden den Senioren zu, weiterhin keine Frauen aufnehmen zu müssen. Im Gegenzug wurden sie verpflichtet, ihren Verein aufzulösen. Die Senioren müssen ihre Gruppierung so umbenennen, dass die Bezeichnung Senioren nicht mehr erscheint. Der Ball zur endgültigen Vereinsauflösung liegt jetzt bei den Senioren SAC Thurgau, welche diese an ihrer nächsten Versammlung beschliessen müssen.

Vreni Gubler, Öffentlichkeitsarbeit und Vizepräsidentin, Frauenfeld, und Franziska Krebs, Tourenchefin, Frauenfeld, erklärten ihren Rücktritt aus dem Vorstand. Vorerst wurde nur Tina Inglin aus Pfyn in den Vorstand gewählt. Der designierte Tourenchef Leo Bont aus Frauenfeld absolviert noch Tourenleiterkurse und soll nächstes Jahr gewählt werden.

Ein Vorbau für die Etzlihütte

Ein Anbau an der vereinseigenen Etzlihütte oberhalb Bristen soll den schnellen Zutritt zur Hütte auch in schneereichen Wintern sichern. Mit dem Anbau entsteht zusätzlicher Raum für Skiausrüstungen und Schneeschuhe.

Die Baukosten beziffert Peter Büchel auf rund 50 000 bis 60 000 Franken. Die Kostenbeteiligung des Zentralverbandes wird auf 20 Prozent geschätzt. Mit Frondiensteinsätzen können die Kosten weiter gesenkt werden.