Neue Kioskpächter gesucht

In Eschenz, Mammern und Ermatingen wird es auf die kommende Badesaison einen Personalwechsel geben. Die Kioskpächter haben gekündigt – in Ermatingen ist man fündig geworden, in Eschenz sucht man weiter.

Barbara Hettich
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Für die Buebebadi in Eschenz sucht die Gemeinde immer noch den geeigneten Kioskpächter. (Bild: Reto Martin)

Für die Buebebadi in Eschenz sucht die Gemeinde immer noch den geeigneten Kioskpächter. (Bild: Reto Martin)

Während zwei Jahren hat Claudia Schönberger aus Schaffhausen die Seebadi in Mammern betreut. In den Monaten Juli und August hat sie bei schönem Wetter jeweils täglich, im Juni am Mittwoch und Sonntag den Kiosk geöffnet und die Badegäste mit Essen und Getränke versorgt. Für eine Entgeltung von der Gemeinde hat sie die Garderoben und Toiletten geputzt, den Eintrittspreis eingezogen und für Ruhe und Ordnung gesorgt. «Es war sehr abwechslungsreich und ich habe das sehr gerne gemacht», sagt Claudia Schönberger.

Aufgrund beruflicher Veränderungen hat sie die Pacht gekündigt. Der Beruf habe Vorrang, von den Einnahmen eines Kiosk-Betriebs könne man nicht leben. Zu sehr sei man vom schönen Wetter abhängig, die Besucherzahlen seien auch sonst sehr schwierig abzuschätzen. «Ich hatte Tage mit nur 3 Badegästen und Tage bis an die 300 Besucher – ohne Aushilfen geht da gar nichts mehr.»

Dass es in der Seebadi Mammern zu einem Wechsel kommen wird, hat die Gemeinde kommuniziert. Die Stelle wurde bislang aber nicht ausgeschrieben. Man werde dies voraussichtlich auch nicht tun, da es bereits Interessenten aus dem Dorf gebe, war bei der Gemeindeverwaltung Mammern zu erfahren.

Jemanden aus dem Dorf

Auch in der Nachbargemeinde Eschenz hat der bisherige Kiosk-Betreiber, der Wirt vom Gasthof Raben, die Pacht gekündigt. Interessierte Bewerber hatten Gelegenheit sich bis Ende Jahr zu bewerben.

Einige wenige Bewerbungen seien eingegangen, sagt Gemeinderätin Elisabeth Sulger Büel. «Es hatte darunter gute, aber keine passende Bewerbung.» Die Suche gehe weiter, in diesen Tagen werde in Eschenz ein entsprechendes Flugblatt verteilt. «Wir hoffen immer noch, dass jemand aus dem Dorf den Kiosk übernehmen will», sagt Sulger Büel.

Denn die Buebebadi soll ein Treffpunkt für die Eschenzer Bevölkerung sein, wo man gerne zusammensitze und die schönen Sommerabende geniesse. Dem Gemeinderat sei es ein Anliegen, dass der Kiosk nicht zu einem Gourmet-Restaurant ausgebaut werde. «Wir wollen keine Geheimtip-Badi, welche im Sommer Gäste von weither anzieht, sondern eine Badi für das Dorf.» Der Gemeinderat wolle dem auch Rechnung tragen. Die Pacht-Konditionen werde man aushandeln, wenn die passende Bewerbung eingetroffen sei.

«Wer Pacht bezahlen muss, ist auf einen entsprechenden Umsatz angewiesen. Spielt das Wetter nicht mit, können aber auch keine Glaces und Würste verkauft werden», ist sich Elisabeth Sulger Büel bewusst.

Wechsel in Ermatingen

Das Strandbad in Ermatingen mit seinem Badibeizli ist ein beliebtes Ausflugsziel. Der Betrieb läuft jeweils von Mai bis September. Susann Bär und Reto Zinsli haben in den vergangenen fünf Jahren das Restaurant und den Kiosk geführt.

Aufgrund Differenzen zwischen ihnen und dem Bademeister haben sie nach Saisonende ihre Pacht gekündigt. Auch in Ermatingen wurde nach den passenden Nachfolgern gesucht. «Wir hatten einige Bewerbungen und haben uns bereits für eine neue Pächterin entschieden», sagt Gemeindeammann Martin Stuber. Einen Namen wollte Stuber noch nicht nennen. Nur so viel sei verraten: Sie sei nicht aus Ermatingen, komme aber aus der Region.

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