Neue Hotels braucht die Expo

Der Stadtpräsident von Romanshorn, David H. Bon, setzt sich für den Bau neuer Hotels in Romanshorn ein. Diese könnten den Tourismus am schweizerischen Bodenseeufer beleben.

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David H. Bon Romanshorner Stadtpräsident (Bild: Nana do Carmo)

David H. Bon Romanshorner Stadtpräsident (Bild: Nana do Carmo)

Der Stadtpräsident von Romanshorn, David H. Bon, setzt sich für den Bau neuer Hotels in Romanshorn ein. Diese könnten den Tourismus am schweizerischen Bodenseeufer beleben.

Romanshorn hat das Areal des ehemaligen Güterschuppens gekauft. Wer da als Investor zum Zug kommt, ist offen. Was ist der nächste Schritt?

David H. Bon: Es gibt ein konkretes Projekt zum Neubau des Parkhotels Inseli. Dort sind wir mit den Investoren und kantonalen Stellen daran, die Realisierung voranzubringen. Dann gibt es ein konkretes Projekt für ein kleineres Garni-Hotel, welches aber leider noch nicht umgesetzt werden konnte. Eher eine Vision ist zurzeit noch die Idee von Herrn Hess, an der Hafenpromenade ein Hotel zu bauen. Der Ort ist so gut wie heikel. Deshalb soll es ein Werkstattverfahren mit Fachleuten, Behörde und Bevölkerung geben, um die Möglichkeiten auszuloten, bevor weitere Schritte getätigt werden.

Gibt es einen Fahrplan?

Bon: Wir hoffen, dass das Hotel Inseli nächstes Jahr in die Projektierung gehen kann. Andere Projekte werden mehr Zeit benötigen.

Wird es zur Expo 2027 ein neues Hotel am Hafen Romanshorn geben?

Bon: Davon bin ich überzeugt, und hoffentlich nicht bloss eines. Auch der Hafenpark, das Areal hinter den Lagerhäusern, würde sich sehr eignen für einen grossen Hotelbau.

Wie hoch schätzen Sie das Tourismuspotenzial in Romanshorn und am Schweizer Ufer des Bodensees ein?

Bon: Ich schätze unser Potenzial als sehr gross ein, wenn man sich als Teil der Region versteht. Drei Flughäfen in kurzer Reichweite, wichtige schöne Ausflugsziele ebenso in Sternform, vom Säntis bis Ravensburg oder Winterthur und Schaffhausen. Am Abend wieder zurück am schönen Bodensee, um den Sonnenuntergang bei einem Schlummertrunk zu geniessen, was man auch nach einer Wanderung oder Velotour im Oberthurgau kann. Unsere Region hat keine grossen touristischen Highlights, aber insgesamt auch viel zu bieten. Zudem liegt vieles noch brach. (wu)