Nebst Ostern die beste Zeit im Jahr

Weihnachtsgeschäft (3): Bei den Bäckereien und Metzgereien im Bezirk Frauenfeld spielt die Weihnachtszeit eine wichtige Rolle. Das Geschäft läuft in diesem Jahr gut, auch wenn einige den Einfluss des starken Frankens merken.

Marion Wehrli
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Verkäuferin Andrea Simonetta vom Sonne-Beck Talbach in Frauenfeld mit einer Auswahl an Weihnachtsguezli. (Bild: Reto Martin)

Verkäuferin Andrea Simonetta vom Sonne-Beck Talbach in Frauenfeld mit einer Auswahl an Weihnachtsguezli. (Bild: Reto Martin)

Heute wird für das Sonne-Beck- Team alles andere als ein ruhiger Tag werden. «Die letzten zwei Tage waren noch angespannte Ruhe und emsiges Vorbereiten», sagt Markus Wirth, der Geschäftsführer der Sonne-Beck AG in Frauenfeld. «Aber heute wird's heftig!» Im allgemeinen ist Wirth zufrieden mit dem Umsatz im diesjährigen Dezember. Vor allem Weihnachtsguezli werden in den Filialen des Sonne-Becks momentan viele verkauft.

Weitere Highlights an Weihnachten und Silvester seien Vacherin-Torten und Baumstämme. Baumstämme sind gefüllte Biskuitrouladen, die kunstvoll garniert werden. Dass sich das Einkaufsverhalten der Konsumenten verändert, wird auch beim Bäcker bemerkt. Es wird bewusster eingekauft, jedoch nicht an diesen Feiertagen.

Bons belohnen Kundentreue

Der starke Franken macht sich in der Klosterbäckerei von Rolf Kern in Diessenhofen bemerkbar. «Man merkt den starken Franken an der Grenze, das ist einfach eine Tatsache», sagt der Bäcker. Bei ihm spielt die Weihnachtszeit eine wichtige Rolle, vor allem auch wenn man den Dreikönigstag und den Samichlaustag dazuzählt. Denn dort werden viele Grittibänze verkauft. Ansonsten laufen in der Vorweihnachtlichen Zeit Guezli, Sternpastetli und Toasts besonders gut.

Eine spezielle Aktion veranstaltet der Bäcker anlässlich von Weihnachten nicht. Er ist jedoch Mitglied der Diessenhofener Detaillistenvereinigung, die um die Festtage herum eine Weihnachtsbon-Aktion veranstaltet. Dabei können Kunden eine Sammelkarte mit Sternen auffüllen. Wenn diese gefüllt ist, kann sie in den teilnehmenden Geschäften abgegeben werden, und der Kunde erhält im Gegenzug zehn Franken geschenkt.

Allgemein zufrieden

An dieser Aktion ist auch die Metzgerei von Giuseppe Del Grosso in Diessenhofen beteiligt. «Ich bin zufrieden mit den Umsätzen der Weihnachtszeit», sagt er. Vor allem das klassische Fondue chinoise wird in der Metzgerei gut verkauft. Aber auch Filet im Teig, Salami und Tischgrill sind bei den Kunden in der diesjährigen Weihnachtszeit sehr beliebt. «Was hingegen nicht mehr so gut läuft wie auch schon, sind Rollschinkli», sagt del Grosso.

Der Metzger sagt, er merke den starken Franken nicht. Im Gegenteil, er konnte in diesem Jahr in der Weihnachtszeit sogar bessere Geschäfte verzeichnen als noch vor einem Jahr. Christian Levi spürt den starken Franken ebenfalls nicht sonderlich stark. «Wir können unseren Umsatz trotz aller Widrigkeiten seit Jahren halten», sagt der Geschäftsinhaber der Metzgerei Levi in Hüttwilen.

Er konnte in den letzten Jahren sogar eine leichte Umsatzsteigerung feststellen. Das sicherlich auch aufgrund der Weihnachtszeit, die Levi nebst Neujahr als die wichtigste Umsatzzeit des Jahres beschreibt. «In den Tagen vor Weihnachten ist immer viel los, deshalb bereiten wir uns gut darauf vor», sagt Levi.

Am besten verkaufen sich in dieser Zeit die teureren Produkte, wie zum Beispiel Entrecôte, Kalbscarré oder auch Filets. Auch das klassische Fondue chinoise läuft jedes Jahr gut. Genau wie Del Grosso hat aber auch Levi festgestellt, dass Rollschinkli nicht mehr so gut laufen. Levi meint, dass diese eigentlich ein Klassiker zu Weihnachten seien. Aber mittlerweile haben sie nicht mehr dieselbe Bedeutung wie noch vor 15 bis 20 Jahren.

Ihren Kunden danken die Levis für die Treue mit einem Weihnachtsgeschenk. «Wir schenken jedem Kunden ein selbstgemachtes Würstli und dazu einen Gutschein, mit dem sie im kommenden Jahr zehn Prozent auf einen Einkauf erhalten», sagt Levi.

Fondue chinoise läuft gut

Auch Nelly Ankele aus der Ankele Metzgerei in Frauenfeld nennt Weihnachten als Haupteinkaufszeit. «Wir haben in dieser Zeit viel zu tun», sagt sie. «Am besten läuft der Klassiker, das Fondue chinoise, aber auch das Schweinsfilet im Teig.» Da in der Metzgerei der Ankeles reger Betrieb herrscht, machen sie keine spezielle Werbung anlässlich der Weihnachtszeit. Allgemein ist Ankele zufrieden mit den Umsätzen. «Wir merken den starken Franken nicht wirklich», sagt Ankele.

Dieser Artikel ist der dritte und letzte Teil einer Serie zum Thema Weihnachtsgeschäft im Bezirk.

Bild: MARION WEHRLI

Bild: MARION WEHRLI

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