Naturfreunde verschaffen sich Gehör

Mit regelmässigen Einsätzen in der Natur setzt sich NaturPlus Fischingen für die Biodiversität in der Region ein. Im vergangenen Jahr kamen 500 Arbeitsstunden zusammen.

Ruth Bossert
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Konstantin Fuchs, Nigg Schnell und Erich Linsbauer. (Bild: pd)

Konstantin Fuchs, Nigg Schnell und Erich Linsbauer. (Bild: pd)

oberwangen. Das Interesse am Schutz, an der Pflege und der Verbesserung der natürlichen Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen wird vielen Menschen immer wichtiger. So jedenfalls interpretiert Nigg Schnell, Präsident von NaturPlus Fischingen, anlässlich der kürzlich stattgefundenen Jahresversammlung im Forsthof Oberwangen das stete Wachsen der Mitgliederzahlen.

Im vergangenen Jahr konnten fünf neue Einzelmitglieder und sechs zusätzliche Familienmitglieder gewonnen werden. So gehört der Verein heute mit insgesamt 79 Einzel- und 131 Familienmitgliedschaften zu einem der grösseren Naturschutzvereine im Thurgau und nach Turnvereinen und Fussballclubs auch zu einem der grösseren Vereine im Hinterthurgau.

Teures Hochstammprojekt

Für Schnell ist diese Entwicklung nicht selbstverständlich. «Dass wir nebst den Mitgliederbeiträgen auch immer wieder auf Gönnerbeiträge von naturverbundenen Menschen zählen dürfen, freut uns sehr.» Die Jahresrechnung, erläutert von Kassier Patrick Widmer, verzeichnet einen Verlust von gut 500 Franken. Das Projekt «500 Hochstamm-Obstbäume» wird während dreier Jahre lanciert und hat den Verein bereits im vergangenen Jahr 2000 Franken gekostet. Trotz dem Verlust verzeichnet der Verein ein solides Eigenkapital von knapp 20 000 Franken. Alle Traktanden wurden von den 24 Stimmberechtigten genehmigt.

Zum 10-Jahr-Jubiläum hat sich NaturPlus etwas Besonderes einfallen lassen. Laufend fallen alte Obstbäume der Motorsäge zum Opfer – sei es aus Rentabilitätsgründen, sei es, weil sie krank sind. Für die Landschaft bedeutet dieser Verlust eine Verarmung, weil in Hochstammanlagen ungefähr 44 Brutvogelarten, mehrere Fledermausarten und über 1000 Insektenarten leben. Das sei ein Vielfaches mehr als in Niederstammanlagen. Der Verein habe sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2012 500 neue Hochstamm- Obstbäume gepflanzt werden. NaturPlus unterstützt die Käufer eines Hochstämmers mit 10 Franken, wenn der Baum in die Landwirtschaftszone gepflanzt wird. Die Aktion wird von der Landi Dussnang unterstützt und von NaturPlus begleitet.

Im vergangenen Jahr wurden gegen 20 Arbeitseinsätze durchgeführt, welche mal besser und mal weniger gut besucht waren. Insgesamt kamen gegen 500 Stunden zusammen.

Die Biber in der Nähe

Konstantin Fuchs aus Wängi referierte im Anschluss über seine Arbeit für die Biber in der Region. Unterstützt wurde er durch Erich Linsbauer, der sich mit Fuchs zusammen den Bibern der Region verschrieben hat.