Nationalratssitz zurückerobern

Mit der Rückeroberung des 2011 verlorenen Nationalratssitzes setzt sich die Thurgauer FDP ein klares Ziel für 2015. Wahlkampfleiter Sven Bradke sprach von einem «langen Weg, der volles Engagement verlangt».

Kurt Peter
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Sven Bradke FDP-Wahlkampfleiter (Bild: Kurt Peter)

Sven Bradke FDP-Wahlkampfleiter (Bild: Kurt Peter)

ROMANSHORN. Am 18. Oktober 2015 wird ein neues nationales Parlament gewählt. Ausser der SVP könne keine Thurgauer Partei sicher sein, ihre Sitze zu behalten, erklärte Sven Bradke am Montagabend vor den FDP-Mitgliedern auf der Fähre «Euregia». Die Parteileitung hat den Kommunikationsprofi zum Wahlkampfleiter erkoren. Er machte deutlich, dass «er kein Prophet sei, diese lebendige FDP sich aber eine gute Ausgangslage schaffen könne».

Nicht nur Wirtschaftspartei

Vor der Versammlung erläuterte Bradke seine zehn Wahlkampfthesen mit nur einem Ziel: «Der 2011 verlorene Nationalratssitz muss zurückerobert werden.» Um das zu erreichen, trete die FDP als engagierte und lebendige Partei auf. «Die FDP hat Stammwähler, muss aber eine breitere Schicht in der Bevölkerung erreichen.» Deshalb gelte es, nicht nur als Wirtschaftspartei aufzutreten, sondern auch Themen zu besetzen, die von ihr bisher vernachlässigt worden seien. Dazu gehörten Sozial- und Energiepolitik, aber auch Sachfragen im Umweltbereich.

Nach Ansicht von Sven Bradke bilden auch lokale Wahlen eine Plattform, die genutzt werden müsse. Die FDP werde mit bekannten und wählbaren Personen antreten. «Wir haben die besten Pferde im Stall», sagte der Wahlkampfleiter. Es sei wichtig, dass alle Regionen auf der Liste vertreten seien. Der Gewinn des Nationalratssitzes müsse aus den eigenen Reihen gelingen, die Partei könne sich nicht auf eine Listenverbindung verlassen.

Mit SVP und EDU arbeiten

Weiter ging FDP-Präsident Walter Schönholzer auf sein erstes Amtsjahr ein. In der Leitung seien neu alle Bezirksparteien vertreten und sie sei damit breiter abgestützt. Ausserdem sei das Ressortsystem eingeführt worden, die bisherigen Erfahrungen zeigten positive Auswirkungen.

Als FDP-Fraktionschef im Kantonsrat blickte Carlo Parolari zurück. Die Fraktion trete gegen aussen geschlossen auf, stellte er zufrieden fest. Um bürgerliche Mehrheiten im Grossen Rat zu erreichen, werde die Zusammenarbeit mit der EDU und der SVP in Sachgeschäften intensiviert. Nach den Ferien werde die Leistungsüberprüfung der Verwaltung ein grosses Thema sein. Die Regierung habe saubere Arbeit geleistet, meinte Parolari, jetzt gelte es, das geschnürte Paket zusammenzuhalten und nicht zerpflücken zu lassen.

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