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NAGELKUNST: Nägel mit Köpfchen

Die Tägerwilerin Monika Manetsch betreibt seit zehn Jahren ein Nagelstudio. Sie will, dass der Bund den Rahmen für eine Berufslehre schafft. Dies hat sie für einen anderen Beruf schon einmal erreicht.
Monika Manetsch in ihrem Nagelstudio. (Bild: Andrea Stalder)

Monika Manetsch in ihrem Nagelstudio. (Bild: Andrea Stalder)

Monika Manetsch erlebt gerade ein Déjà-vu. «In dieser Situation war ich vor 20 Jahren schon einmal», sagt die Tägerwilerin. Manetsch hat damals als Mitglied des Berufsbildner-Gremiums dafür gesorgt, dass die Ausbildung zur Arztgehilfin als offizielle Berufslehre anerkannt und vom Bund unterstützt wird. Die Ausbildung ist heute etabliert und heisst Medizinische Praxisassistentin, kurz MPA.

Jetzt will Manetsch einem weiteren Beruf zu diesem Schritt verhelfen. Der Naildesignerin. In Tägerwilen betreibt sie das Nagelstudio Flotte Feile. Seit zehn Jahren macht sie Maniküren, verpasst Fussnägeln mit Feilen den letzten Schliff oder modelliert mit Gel, Farben und Kosmetik ziervolle Erweiterungen auf die Fingernägel ihrer Kundinnen. «Im Jahr 2015 war ich Schweizer Meisterin im Nail­design», fügt sie stolz an.

Seit dem gleichen Jahr bietet Manetsch in ihrem Studio einen Jahreskurs an. Mit diesem können Absolventen die eidgenös­sische Naildesign-Ausbildung in Angriff nehmen und bei Abschluss den Fachausweis erhalten. Sie sind dann staatlich geprüfte Experten. Gibt es genügend Experten, wird der Rahmen für eine Berufslehre geschaffen. Das ist Manetschs Ziel. Ab August bietet sie in ihrem Studio wieder einen Kurs im Naildesign an. Dieser kostet etwas mehr als 4000 Franken.

Buchhaltung, Management und Kosmetik

«Die zwölf Tage meines Kurses sind über ein Jahr aufgeteilt», sagt Manetsch. Die Teilnehmer erhalten Hausaufgaben und praktische Übungen, die sie in den darauffolgenden vier Wochen vertiefen können. «Dies dürfen sie jederzeit bei mir in der Firma tun», sagt sie. Nach zwei Zwischenprüfungen und bestandener Schlussprüfung sind die vier bis fünf Teilnehmenden diplomierte Naildesigner und für die Modulschulungen für den eid­genössischen Fachausweis zugelassen.

Nebst dem Handwerk des Naildesigns gibt Manetsch ihren Teilnehmern auch Wissen in den Bereichen Recht, Buchhaltung und Management mit auf den Weg. «Das braucht, wer erfolgreich sein eigenes Nagelstudio führen will.» Hinzu kommen die Fächer Beratung und Kommunikation, Anatomie und Kosmetik. «Ein grosser Teil des Kurses besteht aus Selbststudium», sagt Manetsch. «Dafür braucht es Disziplin und Willen.» (mre)

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