Näher zur Basis

TÄGERWILEN. Die Exponenten der CVP Thurgau zeigten sich an der Jahresversammlung mit dem Verlauf des vergangenen Wahljahrs zum grössten Teil zufrieden. Die Grossratswahlen bilden die Ausnahme.

Mario Tosato
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Übereinstimmend gaben CVP-Parteipräsidentin Cäcilia Bosshard und Fraktionspräsidentin Carmen Haag an der Jahresversammlung der CVP Thurgau ihrer grossen Freude über die ausgezeichneten Wahlresultate von Christian Lohr zum Grossratspräsidenten und Bernhard Koch zum Regierungspräsidenten Ausdruck.

Wahlen dominantes Thema

In ihrem Jahresrückblick sprach Bosshard von einem intensiven Berichtsjahr bei dem die Wahlen für die Eidgenössischen Räte, die Regierungsratswahlen und die Wahlen in den Grossen Rat im Zentrum standen. Die Präsidentin ist mit den Bestätigungswahlen von Ständerat Philipp Stähelin, Nationalrätin Brigitte Häberli sowie Regierungsrat Bernhard Koch sehr zufrieden.

Bosshard gibt sich kämpferisch

Weniger zufrieden ist sie mit dem Ausgang der Grossratswahlen. Die politische Entwicklung der vergangenen Monate habe gezeigt, dass es die CVP als Partei der Mitte dringender denn je brauche. Kämpferisch meinte Bosshard: «Wir müssen wieder vermehrt CVP-Ortsparteien gründen um noch näher bei der Basis zu sein.» Haag freut sich, dass die Fraktion mit den beiden Grünliberalen Thomas Böhni und Robert Meyer Zuwachs erhielt und somit die zweitstärkste politische Kraft im Grossen Rat sei. Sie sei stolz auf ihre Fraktion erklärte Haag, habe diese doch bei den erneuerbaren Energien und bei der notwendigen Reorganisation des Kantons Thurgau sowie bei Steuergesetzrevision klare Zeichen gesetzt.

Peter Bühler erklärte als Vorstandsmitglied der CVP Thurgau und der CVP Schweiz aus beruflichen Gründen seinen Rücktritt. Seine Nachfolge konnte noch nicht geregelt werden. Bosshard lobte Bühler als wichtige Stütze der CVP, der unter anderem dafür gesorgt habe, dass die CVP Thurgau über gesunde Finanzen verfüge.

Neue Fraktionspartner

Wie Brigitte Häberli und Philipp Stähelin berichteten, konnten sie bei der Neuverteilung der Kommissionssitze der eidgenössischen Räten in ihren gewünschten Kommissionen Einsitz nehmen.

Nach ihrer Meinung wurde der politische Einfluss CVP mit der Fraktionspartnerschaft mit der EVP und den Grünliberalen noch grösser. So habe die Fraktionsgemeinschaft CVP/EVP/Grünliberale in Bern 11 Kommissionssitze mehr als bei der letzten Legislatur. Die beiden versprachen, dass sie sich auch in der laufenden Legislaturperiode für die Werte der CVP einsetzen werden.

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