Nächster Schritt: Berufsalltag

Mit dem Seminar «Der Schritt ins Arbeitsleben» werden Schreinerlehrlinge auf das Berufsleben vorbereitet.

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«Nach der Lehrzeit starten Sie nun ins Berufsleben und wir wollen Ihnen nochmals etwas mit auf den Weg geben», begrüsste Heinz Fehlmann, Präsident des Verband Schreiner Thurgau, die 55 angehenden Berufsleute im Verkehrssicherheitszentrum Thurgau in Weinfelden. Die Jungschreiner haben ihre Prüfungen hinter sich und sehen nach der Lehrabschlussfeier gespannt ihrer beruflichen Zukunft entgegen. Fehlmann empfahl den jungen Berufsleuten, das Gelernte beim zukünftigen Arbeitgeber abzurufen und in die Praxis umzusetzen. «Lassen Sie sich von Ihrem Vorgesetzten und Mitarbeitenden etwas sagen, verhalten Sie sich freundlich und zeigen Sie sich offen gegenüber Neuem», riet der Präsident und betonte: «Nur ein gut funktionierendes Team kann im Arbeitsleben gewinnen.»

Tägliche Zielsetzung ist wichtig

«Sie werden als Arbeitnehmer nun anders gemessen und Ihr Arbeitgeber hat gewisse Erwartungen an sie, denn sie verdienen einen Lohn von über 4000 Franken monatlich», sagte Fehlmann und fordert: «Kommen Sie gesund, ausgeruht und pünktlich zur Arbeit.» Die angehenden Arbeitnehmer sollen sich Halbtages- oder Tagesziele setzen. Fehlmann bezeichnete es als Win-win-Situation, wenn ein Auftrag in der vorgesehenen Zeit erledigt werden kann. «Denken Sie daran, dass Sie die Möglichkeit haben, sich in verschiedenen Bereichen weiterbilden zu können.»

Workshops in verschiedenen Bereichen

Anlässlich von drei Workshops bot sich den Lehrlingen die Möglichkeit, sich eingehend mit verschiedenen Themen zu be- fassen. «Es ist wichtiger, einen Tag im Monat über seine Finanzen nachzudenken, als 30 Tage zu arbeiten», wandte sich Stefan Gut an die Lehrlinge. Diese erfuhren, dass es nicht darauf ankommt, wie viel man verdient, son- dern wie viel man ausgibt. Zudem konnte Gut ihnen klar vor Augen führen, für welche Lebensbereiche wie viel Prozent des Lohnes eingesetzt werden sollten und gab zu verstehen: «Ein Auto ist die schlechteste Investition. Gut riet, möglichst schnell einen finanziellen Schutz aufzubauen, das Geld in verschiedenen Depots anzulegen, mindestens 15 Prozent des Nettolohns zu sparen und vor allem: «Hände weg von Privatkrediten».

Dass man auf dem Arbeitsmarkt nur mit einem richtigen Vorgehen bei der Bewerbung erfolgreich sein kann, erfuhren die Lehrlinge von Herbert Bollhalder. Er richtete den Fokus dabei auf die Bewerbung, den Aufbau eines Begleitschreibens und des Lebenslaufs und vermittelte verschiedene Tipps für das Vorstellungsgespräch.

David Keller zeigte auf, wie es nach der Lehre hinsichtlich der weiteren beruflichen Laufbahn weitergehen könnte. Auf dem Gelände des Verkehrssicherheitszentrums stellten die Lehrlinge unter der Leitung der beiden Moderatoren, Yvonne Gasser und Marco Ritter, ihre Geschicklichkeit mit dem Personenwagen unter Beweis. Beim Fahren mit einem Tennisball in einer Schale auf der Kühlerhaube war beispielsweise die Teambildung ein wesentlicher Faktor. In einem abschliessenden Wettbewerb mit einem Dutzend attraktiver Fragen über das Verhalten im Verkehr, konnten die Teilnehmenden ihr Wissen unter Beweis stellen und einen der zehn Preise gewinnen. (red)