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NACHWUCHS: Ein voller Horst

Drei Jungtiere hat das Storchenpaar auf dem Kamin des Brauhaus Sternen in Frauenfeld aufgezogen. Nun hat ein Fachmann die bald flüggen Vögel beringt.
Stefan Hilzinger
Damit die Jungstörche beim Beringen ruhig bleiben, zieht Daniel Schedler ihnen ein Käppchen an, wie es Falkner verwenden. (Bild: PD)

Damit die Jungstörche beim Beringen ruhig bleiben, zieht Daniel Schedler ihnen ein Käppchen an, wie es Falkner verwenden. (Bild: PD)

Damit die Jungvögel das kurze Prozedere ruhig über sich ergehen lassen, zieht ihnen Daniel Schedler ein weisse Käppchen über den Kopf. Der Landschaftsgärtner aus Basadingen hat am Montag die drei Jungstörche aus dem Horst auf dem Kamin des Brauhaus Sternen in Frauenfeld beringt. Die Nummerierung der Jungstörche ist wichtig, um die Entwicklung der Storchenpopulation nachverfolgen zu können, teilt die Stadt Frauenfeld in einer Pressemitteilung mit.

Ein überdurchschnittlicher Bruterfolg

Die Jungstörche erhalten ihre Kennzeichnung, bevor sie flügge sind. Das dürfte laut Schedler dann in zwei Wochen der Fall sein. Er ist Regionalleiter Nordostschweiz der Vogelwarte Sempach. Um den Horst im hohen Kamin bequem erreichen zu können, war die Feuerwehr Frauenfeld mit eine Autodrehleiter und den Materialwarten Manfred Steinacher und Dominik Schüpbach zur Stelle. Punkto Nachwuchs liegt der Durchschnitt pro Storchenpaar und Jahr bei gut ­anderthalb Jungvögeln, erklärt Schedler. Mit drei Jungtieren ist der Bruterfolg überdurchschnittlich gut. Dabei hatte der Experte nach dem kalten und regnerischen Mai noch befürchtet, dass es um den Storchennachwuchs nicht gut bestellt sein werde.

An Nässe und Kälte gewohnte Eltern

Doch Nässe und Kälte kann dem Frauenfelder Storchenpaar nichts anhaben. Schliesslich ist es ja im vergangen Winter nicht in den Süden gezogen, sondern hat auf dem stillgelegten Brauereikamin überwintert. Laut Schedler handelt es sich bei einem der Elterntiere um ein Exemplar aus dem Schweizer Wiederansiedlungsprojekt für Störche. Die Tiere wurden bis 1995 jeweils die ersten beiden Jahre in Gefangenschaft gehalten und verloren dabei die Eigenschaft als Zugvogel. «Der Nachwuchs dagegen zieht wieder in den Süden.»

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

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