Nachhilfe gibt Sicherheit

Delegiert die öffentliche Schule die Verantwortung für Lerndefizite an die Eltern? Walter Berger, Chef des kantonalen Amtes für Volksschule, nimmt Stellung. Was sagen Sie zur Nachhilfe-Industrie?

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Die beiden Geschäftsleiter des Impuls-Nachhilfezentrums Ostschweiz: Christian Frischknecht und Claudia Nüssli. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die beiden Geschäftsleiter des Impuls-Nachhilfezentrums Ostschweiz: Christian Frischknecht und Claudia Nüssli. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Delegiert die öffentliche Schule die Verantwortung für Lerndefizite an die Eltern? Walter Berger, Chef des kantonalen Amtes für Volksschule, nimmt Stellung.

Was sagen Sie zur Nachhilfe-Industrie?

Die Tatsache, dass solche Nachhilfezentren in reicher Anzahl bestehen und gut rentieren, zeigt auf ein reges Bedürfnis. Meist sind damit Prüfungsvorbereitungen verbunden. Mit Sicherheit positiv zu werten ist die mentale Vorbereitung und Stärkung: Die Schüler gewinnen durch die Stoff-Repetition Sicherheit.

Weshalb kann die Schule diese Nachhilfe nicht bieten?

Viele Schulen haben solche individuellen Lernmöglichkeiten eingerichtet, zum Beispiel in Form von betreuten Lernräumen. Auch die Aufgabenhilfe bieten die meisten Schulen an.

Sind Kinder benachteiligt, deren Eltern wenig Geld haben?

Die meisten Schulen sind auf dem Weg, Nachhilfe schulintern anzubieten. Es ist jedoch eine Tatsache, dass viele Bildungschancen bereits bei der Geburt vergeben werden. (kü)

Walter Berger Chef Amt für Volksschule (Bild: Nana do Carmo)

Walter Berger Chef Amt für Volksschule (Bild: Nana do Carmo)