Nachgefragt

Meine Freundin weiss, dass ich ihr gehöre Popstar Adrian Stern besingt auf seinem Album «Herz» die Liebe. Mit dem Song «Amerika» hat der Badener die Hitparade erobert. Am 4. März kommt der Mundartsänger nach Frauenfeld.

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Adrian Stern Mundartsänger (Bild: Quelle)

Adrian Stern Mundartsänger (Bild: Quelle)

Meine Freundin weiss, dass ich ihr gehöre

Popstar Adrian Stern besingt auf seinem Album «Herz» die Liebe. Mit dem Song «Amerika» hat der Badener die Hitparade erobert. Am 4. März kommt der Mundartsänger nach Frauenfeld.

Herr Stern, Sie treten demnächst mit Ihren Songs im Eisenwerk auf. Singen Sie auch etwas in Thurgauer Dialekt?

Nein, ich singe genau so, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Und das ist Aargauer Dialekt mit Züri-Einschlag. Ich finde den Ostschweizer Dialekt aber sehr sympathisch.

Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an die Stadt Frauenfeld denken?

Die Kaserne, in die ich zur RS einrücken musste. Da ich mich weigerte, eine Waffe zu tragen, wurde ich schon nach zwei Tagen nach Hause geschickt.

Sie haben einmal gesagt, Sie wollten kein Popstar werden. Jetzt sind Sie trotzdem einer geworden. Hat der Erfolg etwas verändert?

Ich wollte kein Popstar sein, weil ich mich nie als Entertainer gefühlt habe, sondern als Musiker. Durch den Erfolg hat sich nicht viel verändert, da die Schweizer zurückhaltend sind. Es ist eine sehr schöne Zeit, jetzt, wo sich der Erfolg einstellt.

Sie haben viele weibliche Fans. Wie geht Ihre langjährige Freundin Mylen damit um?

Eifersucht ist für sie kein Thema. Einmal, als meine Freundin und ich zusammen CDs verkauften, hat mir eine junge Frau einen Zettel mit ihrer Telefonnummer zugesteckt. Mylen und ich mussten über diese offensichtliche Anmache lachen. Sie nimmt das total easy. Es ist ihr klar, dass der Kontakt zu den Fans sehr wichtig ist für mich. Sie weiss, dass ich zu Hause ganz ihr gehöre.

Sie singen vorwiegend Liebeslieder. Haben Sie keine Angst, als Softie zu gelten?

Das ist ja gerade das Schöne an der Musik: Dass man gefühlvoll sein kann und nicht auf cool und distanziert macht. Musik soll Dinge im zwischenmenschlichen Bereich ausdrücken.

Interview: Melissa Müller