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NACHGEFRAGT: Das Tablet allein macht noch keinen guten Unterricht

Thomas Merz ist Dozent für Medien und Informatik an der PH Thurgau in Kreuzlingen. (Bild: pd)

Thomas Merz ist Dozent für Medien und Informatik an der PH Thurgau in Kreuzlingen. (Bild: pd)

Herr Merz, die Kantonsschule Romanshorn schreibt ab August für alle Erstklässler 2-in-1-Hybridgeräte, eine Kombination aus Tablet und Notebook, vor. Was halten Sie davon?
Digitale Medien spielen in unserem Alltag eine immer bedeutendere Rolle. Ich halte es daher für sehr wichtig, dass Schulen aller Stufen auf diese Herausforderungen vorbereiten. Die Regelung an der Kantonsschule Romanshorn gibt bezüglich der Ausrüstung Klarheit. Das ist eine gute Basis für Schülerinnen und Schüler wie auch für Lehrpersonen. Die Geräte allein machen noch keinen sinnvollen Unterricht. Entscheidend ist die didaktische Einbettung.

Thomas Merz ist Dozent für Medien und Informatik an der PH Thurgau in Kreuzlingen. (Bild: pd)

Thomas Merz ist Dozent für Medien und Informatik an der PH Thurgau in Kreuzlingen. (Bild: pd)

Ist die Tabletpflicht an der Kantonsschule Romanshorn übertrieben? Oder macht sie im Zusammenhang mit dem neuen Modul «Medien und Informatik», das Teil des Lehrplans 21 ist, sogar Sinn?
Tatsächlich führt der Lehrplan dazu, dass die Schülerinnen und Schüler im Bereich von Medienbildung und Informatik in den nächsten Jahren ganz andere Voraussetzungen mitbringen werden. Ich begrüsse es daher sehr, wenn Kantonsschulen auf diese veränderten Voraussetzungen reagieren.

Was gilt es bei der Integration von Handys in den Unterricht zu beachten?
Entscheidend ist, dass deren Nutzung auch im Unterricht diskutiert wird. Dazu gehören auch die Auseinandersetzungen mit Chancen oder Risiken digitaler Technologie in unserer Gesellschaft. Denn verschiedene Untersuchungen zeigen: Schülerinnen und Schüler sind rasch fähig, digitale Geräte im Alltag zu nutzen. Das bedeutet aber oft noch gar nicht, dass sie die Geräte auch sinnvoll nutzen, oder im richtigen Moment auch einmal mit guten Gründen nicht nutzen.

Was sind die Hürden bei Handys als Lerngeräten?
Ablenkung. Handys bieten auch einfache Möglichkeiten, durch oberflächliches Zusammensuchen von Informationen im Internet Texte zusammenzustellen, ohne dass man sie verstanden hätte. Wichtig ist, dass die Lernorganisation dazu führt, dass Schülerinnen und Schüler sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzen. (bro)

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