Nachfrage nach heimischem Holz setzt gewissen Druck auf

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«Wir müssen Geduld haben», sagt der Thurgauer Kantonsforstingenieur Daniel Böhi. Und das gerade in der Hauptsaison der Holzernte. Der bisherige Winter – mit mildem und nassem Wetter – war dafür nicht ideal. Das Problem: Wenn der Boden nicht gefroren oder trocken ist, erschwert das die Arbeit in den Wäldern. Die schweren Maschinen hinterlassen Furchen im Waldboden, sinken ein, was schlimmstenfalls den Boden für längere Zeit beschädigt. Deshalb liess man – wo möglich – das Holz in den Wäldern stehen oder liegen. Doch unbeschränkt könne man nicht zuwarten: Die Nachfrage nach heimischem Holz setzt einen gewissen Druck auf. So stehen etwa im März Holzsubmissionen an. Und mit dem Ende der Vegetationsruhe, also mit dem Frühlingsbeginn, sollten die Holzereiarbeiten abgeschlossen werden. Die vergangenen Tage haben die Mitarbeiter in den Forstrevieren etwas aufatmen lassen. «Bei Temperaturen um oder unter Null Grad ohne Schneelage gefrieren die Böden zumindest oberflächlich und ermöglichen eine relativ bodenschonende Holzbringung», sagt Böhi. Ein idealer Winter für diese Branche wären mehrere Wochen oder gar Monate gefrorene Waldböden. «Das gab es leider schon länger nicht mehr.» (seb.)

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