«Nach dem Bau ist vor dem Bau»

Berufsbildungszentrum Nach Jahren der Planung und Vorbereitung ist im BZ Arbon die erste Bauetappe der Gesamterneuerung und Erweiterung der Schulräume abgeschlossen. Samstag wurde gefeiert.

Manuela Olgiati
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«Das Lernen fällt in modernen Räumen leichter», sagt Marco Maurer, Konstrukteur im 1. Lehrjahr. Er und sein Kollege Dorian Anneler skizzieren während ihres ÜK-Kurses ein Werkstück. Besucher schauen den Lernenden am Samstag über die Schulter. Der Rundgang führt die rund 100 Besucher durch die sechs neuen Unterrichtsräume und die Aula, die mit modernster Präsentationstechnik ausgestattet sind.

Rund 650 Lernende erwerben sich am BZA das Fundament für die in der Industrie so wichtigen Voraussetzungen für die weitere Entwicklung. «Freier Wettbewerb, Bildung, Innovation und Wissenschaft waren und bleiben Garanten für den Erfolg», sagte Rektor Felix Lengwiler.

Mit dem Erweiterungsbau ist das Warten auf grosszügige Raumverhältnisse für technische Berufe beendet. Gefeiert wurde die erste Etappe auf dem Weg der Gesamtsanierung, die in zwei Wochen das Hauptgebäude erfasst. Aus der Saurer Werkschule, 1940 gegründet, wurde mit dem Neubau und Umzug 1977 an den jetzigen Standort eine öffentliche Schule. Sie blieb in den 80er- und 90er-Jahren nicht von den strukturellen Umwälzungen in der Maschinenindustrie verschont. Die Zahl der Lehrlinge sank, Verstärkung kam 2007 aus dem Detailhandel. Der Platz wurde eng, die Sanierung drängte sich auf.

Marcel Volkart, Leiter des Amts für Berufsbildung und Berufsberatung, betonte die wichtige duale Ausbildung. Reto Stäheli, Präsident der Berufsschulkommission, sprach vom gefestigten Standort für die Berufsbildung im Oberthurgau. Fortschritt bedeute auch, genügend Arbeitsplätze in Industrie und Gewerbe in der Ostschweiz zu schaffen.