Nach dem Bad folgt die Busse

FRAUENFELD. An Spitzentagen werden in der Frauenfelder Badi über 3000 Besucher gezählt. Zum Ärger vieler Gäste gibt es aber kaum Parkplätze. Amtsleiter Fabrizio Hugentobler verweist auf andere Möglichkeiten, zusätzliche Abstellplätze sind nicht geplant.

Markus Zahnd
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Böse Überraschung nach dem Badespass: Beim Parkplatz Talacker stehen Fahrzeuge häufig ausserhalb der Parkfelder, das wird gebüsst. (Bild: Markus Zahnd)

Böse Überraschung nach dem Badespass: Beim Parkplatz Talacker stehen Fahrzeuge häufig ausserhalb der Parkfelder, das wird gebüsst. (Bild: Markus Zahnd)

Es ist an heissen Tagen ein gewohntes Bild. Auf dem Parkplatz der Badi Frauenfeld stehen zahlreiche Autos auch neben den Parkfeldern und haben einen Bussenzettel unter dem Scheibenwischer. Das ist rechtlich korrekt, dennoch ärgern sich viele Badi-Besucher darüber. Denn so wird der Badeausflug zu einem teuren Vergnügen. Tatsächlich gibt es beim Parkplatz Talacker nur 128 Plätze, die zudem auch von Nicht-Badigästen benutzt werden. Zusammen mit jenen vor dem Eingang stehen den Gästen damit 160 Parkplätze zur Verfügung. Das ist nicht viel, schliesslich besuchen an Spitzentagen über 3000 Menschen die Badi.

Fabrizio Hugentobler, Leiter des Amts für Jugend, Sport und Freizeit, kennt das Problem. «Mir ist bewusst, dass unsere Parkplätze stets gut belegt sind. Und mir ist auch klar, dass die Gäste möglichst nahe am Eingang parkieren wollen.» Aber Hugentobler weist darauf hin, dass es in wenigen Minuten Gehdistanz weitere Parkmöglichkeiten gibt. Er meint damit den Marktplatz oder die 200 Parkplätze unterhalb der Festhalle, die zudem noch kostenlos sind. «Zudem sind die Veloständer gleich vor dem Eingang, und die nächste Bushaltestelle ist über der Murg.»

Im Schlosspark wird's teuer

Vor allem Familien kommen aber häufig mit dem Auto. Nebst den eigentlichen Badi-Parkplätzen die nächste Möglichkeit wäre das Coop-Parkhaus. Dieses ist allerdings eindeutig auf Coop-Kunden ausgelegt. So sind die ersten noch 90 Minuten kostenlos, danach steigen die Preise rasant an: Fünf Stunden kosten bereits 14 Franken, sechs Stunden sogar 24 Franken.

«Das Parkhaus im Einkaufszentrum Schlosspark steht grundsätzlich allen zur Verfügung. Selbstverständlich ist es uns ein Anliegen, dass die Kundinnen und Kunden freie Parkplätze finden und dass die Parkfelder regelmässig wieder frei werden. Wer sein Fahrzeug länger im Parkhaus abstellen möchte, bezahlt daher eine höhere Parkgebühr», heisst es bei der Coop-Medienstelle auf Anfrage.

Das gleiche Drehkreuz

Keine Option ist laut Hugentobler, auf einem Teil der grossen Spielwiese zusätzliche Parkplätze anzulegen. «Wir benötigen gerade an Spitzentagen Grünflächen.» Auch sonst seien die Möglichkeiten beschränkt. «Der zentrale Ort der Badi ist daher Fluch und Segen», sagt Hugentobler. Sicher aber sei, dass die Zahl der Parkplätze nicht auf einzelne Spitzentage im Hochsommer ausgerichtet werden könne.

Das gilt laut Hugentobler auch für den Eingangsbereich. Denn nebst der beschränkten Zahl an Parkplätzen gibt auch dieser zu reden. So müssen die Gäste beim Haupteingang sowohl beim Betreten als auch beim Verlassen des Geländes dasselbe Drehkreuz benutzen. «An Spitzentagen kann es hier sicher zu Engpässen kommen. Aber wir sind der Meinung, dass dieser Bereich im Normalfall kein Problem darstellt. Zudem gibt es ja auch noch andere Eingänge», sagt Hugentobler.

Im Mai mehr Gäste als 2012

So gross, dass die Gäste nicht mehr in die Badi gehen würden, ist der Ärger ohnehin nicht. Denn trotz schlechtem Wetter waren die Besucherzahlen im Mai höher als im vergangenen Jahr. Das liegt daran, dass man in Frauenfeld mit dem gleichen Billett draussen und drinnen baden kann. «Hätten wir kein Hallenbad, wäre die Saison kaum mehr zu retten», so Hugentobler.

Fabrizio Hugentobler (Bild: pd)

Fabrizio Hugentobler (Bild: pd)