Mutter und Tochter wollen ganz nach oben

Sie haben keine Geheimnisse voreinander, lieben gemeinsame Shoppingtouren und halten gegen die drei Männer im Haushalt zusammen: Bernadette und Sarina Dietschweiler aus Eschlikon. Nun wollen sie «Mutter und Tochter des Jahres» werden.

Daniel Walt
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Im Final: Bernadette und Sarina Dietschweiler aus Eschlikon. (Bild: Daniel Walt)

Im Final: Bernadette und Sarina Dietschweiler aus Eschlikon. (Bild: Daniel Walt)

Eschlikon. Eins vorneweg: Immer nur harmonisch geht es nicht zu und her in der Beziehung zwischen der 39jährigen Bernadette Dietschweiler und ihrer 12jährigen Tochter Sarina. «Meinungsverschiedenheiten gibt es zum Beispiel, wenn meine Tochter im tiefen Winter kurzärmlig herumläuft», sagt Bernadette Dietschweiler. Zudem komme Sarina langsam, aber sicher in die Pubertät und zicke manchmal herum. «Aber noch hält es sich Glück in Grenzen.»

Trotz kurzärmliger T-Shirts und beginnender Pubertät: Mutter und Tochter Dietschweiler haben es gut miteinander. So gut, dass sie sich für den «Glückspost»-Wettbewerb «Mutter-Tochter-Paar des Jahres» angemeldet haben – und es unter über hundert Duos prompt unter die letzten fünf schafften. Nun haben sie die Chance, einen Gutschein eines Modehauses im Wert von 2000 Franken sowie eine Woche Ferien am Gardasee mit Fotoshooting zu gewinnen. Treibende Kraft bei der Bewerbung war Tochter Sarina. Wobei Bernadette Dietschweiler den Wettbewerb mit ihrer Mutter schon seit Jahren verfolgte und fand, irgendwann werde vielleicht der Moment kommen, wo sie mit ihrer eigenen Tochter mitmachen könne.

Über Gefühle reden

Vieles verbindet Bernadette Dietschweiler und ihre Tochter. Die gemeinsame Vorliebe für Kleider und Schmuck beispielsweise. Zudem haben die beiden ein offenes Verhältnis zueinander. «Wir müssen ja schliesslich gegen die drei anderen Männer in unserem Haushalt zusammenhalten», sagt Bernadette Dietschweiler lachend, die mit ihrem Mann noch zwei Söhne hat. Sie freut sich zudem darüber, dass ihre Tochter ihr auch Sorgen anvertraut. Sarina bestätigt, dass sie mit ihrer Mutter über alles reden könne – etwa über Ausdrücke, die auf dem Pausenplatz fallen und die sie nicht versteht. Oder über Gefühle.

Ein Frauenprojekt

Weshalb sollen Bernadette und Sarina Dietschweiler zum «Mutter-Tochter-Paar des Jahres» werden? Sarina: «Weil wir es für uns bereits sind. Und der Titel würde uns nur noch mehr zusammenschweissen.» Mutter Bernadette fügt bei, dass dieser Wettbewerb für sie und ihre Tochter eine Art Frauenprojekt darstelle. «Sonst unternehmen wir viel als Familie, das hier machen wir nur für uns.»

Ob es Bernadette und Sarina Dietschweiler tatsächlich zum «Mutter-Tochter-Paar des Jahres» schaffen, entscheidet sich am nächsten Samstag (siehe Kasten). Vor einer Jury müssen die beiden Mode präsentieren und einen Tanz vorführen. Das Training dafür findet in der heimischen Stube statt. Mit gewissen Vorteilen für die Tochter: Sie geht seit einigen Jahren ins Hip-Hop. Die Mutter hat hingegen noch etwas mit ihren Füssen zu kämpfen. «Das wird schon noch…», meint sie zuversichtlich.