Mustervertrag für Vermietung an Fahrende

WEINFELDEN. Der Zürcher Bauernverband hat einen Mustervertrag für Landwirte entworfen, die Fahrende beherbergen wollen. «Nach diversen negativen Erfahrungen» hätten die Landwirte eine Richtlinie gewünscht, auf die sie sich abstützen könnten, meldete «Tele Top».

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WEINFELDEN. Der Zürcher Bauernverband hat einen Mustervertrag für Landwirte entworfen, die Fahrende beherbergen wollen. «Nach diversen negativen Erfahrungen» hätten die Landwirte eine Richtlinie gewünscht, auf die sie sich abstützen könnten, meldete «Tele Top». Der Geschäftsführer des Verbands Thurgauer Landwirtschaft, Jürg Fatzer, hat erst auf Anfrage dieser Zeitung vom Mustervertrag erfahren. «Gut, dass ich es weiss.» Der «Thurgauer Bauer» werde einen Hinweis darauf veröffentlichen.

Der Zürcher Mustervertrag sei auch für Thurgauer Bauern von Interesse: «Die Problematik haben wir jedes Jahr.» Nicht alle sind jedoch laut Fatzer auf einen solchen Mustervertrag angewiesen. An seinem Wohnort Egnach kenne er einen Bauern, der oft Fahrende beherberge. Unstimmigkeiten seien keine bekannt.

Auch für Thurgauer

Der Mustervertrag kann auf der Homepage des Zürcher Bauernverbands heruntergeladen werden. «Selbstverständlich darf unser Vertrag auch als Entwurf für den Kanton Thurgau verwendet werden», erklärt der Geschäftsführer des Zürcher Bauernverbands, Ferdi Hodel. Er gehe aber davon aus, dass es neben Bundesvorgaben auch kantonale Vorgaben gebe, die für einen solchen Vertrag mitentscheidend seien. Die Situation im Thurgau kenne er nicht.

In letzter Zeit vermieteten Thurgauer Bauern unter anderem in Toos, Wängi und Münchwilen ihr Land an Fahrende, was zu Diskussionen führte. Der Mustervertrag verbietet unter anderem, Abfälle liegen zu lassen, die Notdurft im Freien zu verrichten und Fensterläden ohne Plastikunterlage abzulaugen. Die Mieter sollten ein Depot für allfällige Folgekosten entrichten. (wu)