«Müssen das <Schäfli> nicht neu erfinden»

Der 30jährige Spitzenkoch Christian Kuchler hat im Januar die Taverne zum Schäfli von seinem Vater Wolfgang übernommen. Am 8. August wird das Restaurant mit einem Tag der offenen Tür wiedereröffnet. Herr Kuchler, was dürfen Besucher am Tag der offenen Tür erwarten?

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Christian Kuchler Mitinhaber und Küchenchef der Taverne zum Schäfli Wigoltingen (Bild: pd)

Christian Kuchler Mitinhaber und Küchenchef der Taverne zum Schäfli Wigoltingen (Bild: pd)

Der 30jährige Spitzenkoch Christian Kuchler hat im Januar die Taverne zum Schäfli von seinem Vater Wolfgang übernommen. Am 8. August wird das Restaurant mit einem Tag der offenen Tür wiedereröffnet.

Herr Kuchler, was dürfen Besucher am Tag der offenen Tür erwarten?

Es soll etwas Einfaches fürs Dorf und für alle Interessierte werden. Für die Hungrigen grillieren wir Würste. Am 11. August wird der Normalbetrieb wieder aufgenommen. Wir freuen uns sehr darauf.

Was ist alles neu in der Taverne zum Schäfli?

Viel wurde im Hintergrund angepasst. Die Küche ist nun grösser, wir haben neue sanitäre Anlagen und einen neuen Kühler. Natürlich haben auch die Gäste etwas mehr Platz und das Interieur wurde komplett erneuert.

Hatten Sie schon die Gelegenheit für eine Hauptprobe?

Nein, aber wir sollten langsam Gas geben. Nächste Woche beginnen wir zu produzieren.

Was dürfen Ihre Gäste erwarten?

Das «Schäfli» muss nicht neu erfunden werden. Unser Hauptgeschäft bleibt: Kochen auf höchstem Niveau.

Es bleibt also alles beim Alten?

Nein. Wir wollen mit einem lockeren Umgang vermehrt auch die Jungen ansprechen.

Können Sie sich überhaupt vom Ruf Ihres Vaters Wolfgang lösen, der das «Schäfli» 32 Jahre führte?

Ja sicher. Aber selbständig auf diesem Niveau zu kochen, ist gar nicht so einfach. Mein Vater ist und bleibt mein Vorbild. Wir werden beide noch etwas Zeit brauchen, uns an die neue Situation zu gewöhnen.

Glauben Sie, er kann loslassen?

Ja, irgendwann muss er. Er ist heute angestellt vom «Schäfli» und es wird sicher nicht einfach für ihn. Ich bin aber zuversichtlich, dass es gut kommt.

Sie haben Ihre 17 Gault-Millau-Punkte vom Hirschen Eglisau verloren. Ihr Vater hatte im «Schäfli» 18 Punkte. Ist das Ihr Ziel?

Klar, aber sicher nicht das wichtigste. Solche Auszeichnungen sind etwas sehr Schönes und eine Bestätigung, doch ich baue mir deswegen keinen zusätzlichen Druck auf. Sollte ich nicht 18 Punkte erreichen, geht die Welt auch nicht unter.

Was kochen Sie bei sich zu Hause?

Meistens gehen wir auswärts essen. Manchmal grillieren wir zusammen mit Freunden. (sko)

Christian Kuchler Mitinhaber und Küchenchef der Taverne zum Schäfli Wigoltingen (Bild: pd)

Christian Kuchler Mitinhaber und Küchenchef der Taverne zum Schäfli Wigoltingen (Bild: pd)