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MÜNCHWILEN: Wasser geht, Geschmack kommt

Die Dörranlage von Albert und Claudia Gemperli läuft auf Hochtouren. Sei es Obst oder Gemüse: Alles schmeckt intensiver. Am Samstag wurde das 75-Jahr-Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.
Maya Heizmann
Vor dem grünen Ofen: Isabelle Baumberger, Claudia Gemperli und Gabi Graf sind die Herrinnen des Dörrbetriebs. (Bild: Maya Heizmann)

Vor dem grünen Ofen: Isabelle Baumberger, Claudia Gemperli und Gabi Graf sind die Herrinnen des Dörrbetriebs. (Bild: Maya Heizmann)

Maya Heizmann

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch

«Mmh, die sind aber gut», sagt die vierjährige Amelie und beisst genüsslich in ein gedörrtes Apfelringli. Aber auch die frischen Äpfel habe sie sehr gerne, bemerkt sie. Die Apfelringli hat der Organisator, der Verschönerungsverein Münchwilen (VVM), aus der Apfelsorte Elmar herstellen lassen, und jeder Besucher erhält am Tag der offenen Tür ein Säcklein gefüllt mit dieser Köstlichkeit. «Auf der Brotschneidemaschine haben wir die frischen Äpfel in zwei Zentimeter grosse Scheiben geschnitten», gibt der VVM-Vorstand Auskunft. Nach dem Dörren ist die Delikatesse hauchdünn, aber mit Biss und knusprig.

Weniger Dörrgut wegen Kälte im Frühling

Besucherin Anni Müggler aus Bichelsee stellt aus gedörrten Früchten wie Äpfel, Birnen, Aprikosen, Feigen, Weinbeeren, Zwetschgen und Nüssen feines Früchtebrot her. «Dieses Jahr ist unser Obst Ende April verfroren», gibt sie Auskunft. Deshalb habe sie in diesem Jahr keine eigenen Früchte zum Dörren. Und Obst dazu kaufen möchte sie nicht. «Vergangenes Jahr konnten wir von Mitte August bis Mitte November zwei Tonnen Früchte und Gemüse dörren», sagen Gabi Graf und Isabelle Baumberger, sie überwachen den Dörrvorgang seit zehn Jahren täglich. Dieses Jahr werde es wegen dem Kälteeinbruch im Frühling viel weniger Dörrmaterial geben, erklären die Expertinnen.

In der grossen Scheune von Albert und Claudia Gemperli steht seit zwei Jahren der grüne Dörrofen. In seinem Innern hat es für 200 Kilogramm Material Platz. Jeden Dienstag- und Donnerstagabend können Privatkunden nach telefonischer Anmeldung frische Früchte liefern oder das Dörrobst abholen. Die frischen Früchte werden gewogen, und die Kunden belegen die Bleche mit ihrem vorbereiteten Gut selber. Bei um die 60 Grad wird den Naturalien Wasser entzogen. Was gibt es besseres als gedörrte Leckereien aus Äpfeln, Birnen, Aprikosen und Zwetschgen? Oder lieber Bananen, Ananas oder Tomaten und Pilze? «Alles schmeckt gut», sagen die Expertinnen.

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