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MÜNCHWILEN: Überbauungsprojekt gestartet

Die Gemeinde veräussert drei Liegenschaften im Ortszentrum, wovon sie heute zwei als Werkhof und Asylunterkunft nutzt. Für beides hat der Gemeinderat nun neue Lösungen vorgestellt.
Roman Scherrer
Auf der rechten Seite der Waldeggstrasse befinden sich die drei Liegenschaften, welche der Gemeinderat veräussern will – im Vordergrund der Werkhof. (Bild: Olaf Kühne)

Auf der rechten Seite der Waldeggstrasse befinden sich die drei Liegenschaften, welche der Gemeinderat veräussern will – im Vordergrund der Werkhof. (Bild: Olaf Kühne)

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Noch ist die Gemeinde Münchwilen Eigentümerin der drei Immobilien an der Waldeggstrasse 4, 5 und 7. Diese sollen aber verkauft werden, damit an dieser Stelle eine Überbauung realisiert werden kann (unsere Zeitung berichtete). Zu diesem Zweck hat die Gemeinde Anfang März einen Ideenwettbewerb lanciert, an dem sich Teams – zusammengesetzt aus Architekten, Landschaftsarchitekten und Investoren – beiteiligen können.

Im April will die zuständige Fachjury die Selektion von fünf Teams abgeschlossen haben. Deren Projekte kann die Münchwiler Bevölkerung im September beurteilen. Ebenfalls im September bestimmt die Fachjury das Siegerprojekt. Das letzte Wort haben dann wiederum die Stimmbürger an einer Urnenabstimmung oder an einer Abstimmung an der Gemeindeversammlung. Wann dies stattfinden wird, lässt der Gemeinderat noch offen.

Langfristiges Ziel des Gemeinderats

Der Verkauf der drei Liegenschaften an der Waldeggstrasse rührt von einem langfristigen Ziel her, das sich der Münchwiler Gemeinderat gesetzt hat. Es besagt, dass die betriebsnotwendige In­frastruktur der Gemeinde auf einen guten baulichen Zustand zu bringen ist und nicht betriebsnotwendige Immobilien zu veräussern sind.

Zu den nicht betriebsnotwendigen Immobilien zählt das Wohnhaus an der Waldeggstrasse 4, deren Wohnungen die Gemeinde derzeit vermietet. «Das Vermieten von Wohnungen ist Aufgabe der Privatwirtschaft», sagte Gemeindepräsident Guido Grütter bereits im vergangenen Herbst. Betriebsnotwendig sind hingegen das Haus an der Waldeggstrasse 5, das bisher unter anderem als Asylunterkunft genutzt wurde, und das Nachbargebäude mit der Hausnummer 7, in dem sich der Werkhof befindet. Die Platzverhältnisse in dem Haus seien laut Grütter für die Arbeit des Werkhofs ohnehin «nicht optimal».

Mit einem neuen Standort für den Werkhof hat sich der Gemeinderat bereits befasst. Er sieht dafür einen Anbau mit Entsorgungsstelle beim Gebäude der Stützpunktfeuerwehr vor. Dazu hat er das Verfahren für die Planerwahl ebenfalls bereits im März gestartet.

Dezentrale Unterbringung soll Integration fördern

Für die Unterbringung der Asylsuchenden sucht die Gemeinde indes kein einzelnes Haus als Asylzentrum. Stattdessen sieht der Gemeinderat vor, leer stehende Wohnungen zu mieten und die Flüchtlinge auf diese zu verteilen. Mit dieser dezentralen Lösung möchte man die Integration fördern. «Ich weiss von anderen Gemeinden, welche die Asylbewerber auch dezentral unterbringen. Dort hat man gute Erfahrungen damit gemacht», sagt Guido Grütter. Derzeit beherbergt Münchwilen nur vier Asylsuchende – eine Familie. «Da macht es gar keinen Sinn, wenn wir noch ein ganzes Haus als Unterkunft hätten», so Grütter. Sollte die Anzahl der Asylsuchenden einmal stetig ansteigen, könne sich der Gemeinderat auch eine Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden vorstellen.

Die Leerwohnungsziffer ist in Münchwilen derzeit günstig für eine dezentrale Unterbringung der Asylsuchenden. «Nach der Statistik stehen 1,5 Prozent der Wohnungen leer. Das sind meist ältere Wohnungen, die heute weniger gefragt sind», sagt Grütter. Der Gemeinderat hat vor einiger Zeit ein Pflichtenheft für den Bau einer neuen Asylunterkunft verfasst. Aufgrund der neuen Situation wurde dieses nun vorläufig archiviert. Ein solcher Bau käme nur in Frage, wenn die Anzahl Flüchtlinge über längere Zeit ansteigen und über Jahre auf einem hohen Stand bleiben würde.

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