MÜNCHWILEN: Lichtsignal statt Kreisel

An der Gemeindeversammlung wurde über eine bevorstehende Grossbaustelle im Dorf informiert. Künftig soll die Höchstgeschwindigkeit beim Bahnhof noch 30 km/h betragen.

Simon Dudle
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«Eschliker-Knoten»: Eine der meistbefahrenen Kreuzungen im Kanton Thurgau soll nächstes Jahr «entschärft» werden. (Bilder: Simon Dudle)

«Eschliker-Knoten»: Eine der meistbefahrenen Kreuzungen im Kanton Thurgau soll nächstes Jahr «entschärft» werden. (Bilder: Simon Dudle)

Simon Dudle

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Der Dorfkern des Bezirkshauptorts wird sich markant verändern. Die gefährliche Kreuzung bei der Abzweigung Richtung Eschlikon soll entschärft werden. Der einst geplante Kreisel ist jedoch vom Tisch, da das dafür nötige Land nicht erhältlich ist. Dafür sind eine Lichtsignalanlage und Einspurstrecken geplant. Zudem wird der Bahnübergang mit Barrieren versehen. Läuft alles nach Plan, beginnen die Bauarbeiten in einem Jahr und sind Ende 2018 beendet.

Das noch grössere Projekt nennt sich schwerfällig «Betriebs- und Gestaltungskonzept» und betrifft die ganze 2,1 Kilometer lange Strecke auf der Hauptstrasse, die durchs Dorf führt. Kernstück ist ein Abschnitt mit Höchstgeschwindigkeit Tempo 30 in der Region des Bahnhofs. «Langsamer ist schneller. Damit kann Stau verhindert werden, wie ein ähnliches Beispiel in Köniz zeigt», sagt Münchwilens Gemeindepräsident Guido Grütter. Es wird nach dem Prinzip der Co-Existenz geplant, bei dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Zwischen 2019 und 2021 soll gebaut werden.

An den Kosten für die beiden Projekte beteiligen sich Bund, Kanton, Frauenfeld-Wil-Bahn und die Gemeinde Münchwilen. Auf diese entfallen laut Grütter gesamt rund drei Millionen Franken. Für den 26. November dieses Jahres ist eine Urnenabstimmung geplant.

Verlust budgetiert, Gewinn geschrieben

Die restlichen Traktanden waren rasch abgehandelt. Die Rechnung schloss mit einem Gewinn von rund 288000 Franken, obschon ein Verlust von 166000 Franken budgetiert gewesen war. Dies hauptsächlich wegen eines Plus bei den Steuereinnahmen.

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