MÜNCHWILEN: Kollegin Langeweile war nicht da

Märchenerzählerin Birte Röder und Sängerin Sandra Morgenegg boten ihrem Publikum in der Vila Sutter einen humoristischen und tiefsinnigen Abend.

Christoph Heer
Drucken
Teilen
Märchenerzählerin Birte Röder und Sängerin Sonja Morgenegg verzauberten in der Villa Sutter rund 50 Zuhörer. (Bild: Christoph Heer)

Märchenerzählerin Birte Röder und Sängerin Sonja Morgenegg verzauberten in der Villa Sutter rund 50 Zuhörer. (Bild: Christoph Heer)

Christoph Heer

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Der Seminarraum in der Villa Sutter platzte beinahe aus allen Nähten, als am Freitagabend Sängerin Sonja Morgenegg und Märchenerzählerin Birte Röder die kleine Bühne betraten. Die ohnehin schon warmen Temperaturen im kleinen Seminarsaal im Alfred-Sutter-Park stiegen auf gefühlte 36 Grad.

Kein Problem für die Einen, die noch einen Schal um ihren Hals trugen, andere hingegen konnten ihre Schweisstropfen nicht mehr ganz verbergen, so verschieden sind nun mal die Wahrnehmung einzelner Menschen. Rund 50 Personen besuchten den Auftritt der einheimischen Sängerin und Songwriterin Sonja Morgenegg und der Märchenerzählerin Birte Röder aus Hombrechtikon. Die Freude über diesen Grossandrang – mehr hätten gar nicht mehr Platz gefunden – war den beiden Frauen ins Gesicht geschrieben.

So richtiggehend tiefenentspant

Nicht zum ersten Mal standen die beiden zusammen auf der Bühne, so kennen und respektieren sie sich schon über anderthalb Jahren. Vor ihrem Auftritt zeigten sich die beiden richtiggehend tiefenentspannt und sagten: «Genau so soll es unseren Zuhörern nach dem Auftritt auch gehen. Den Stress hinter sich und die Seele baumeln lassen, das soll bei unserem Auftritt möglich werden.» Wobei etwas Lampenfieber bei Sonja Morgenegg doch auszumachen war, sie betonte, dass sie gleich zwei neue Lieder performen wird, «aber im Grossen und Ganzen überwiegt einfach die Vorfreude auf zwei gemütliche Stunden inmitten vieler Freunde.» Das waren sie dann auch: gemütlich und kurzweilig, sodass Kollegin Langeweile zu keiner Zeit eine Chance gehabt hätte. Zu amüsant, tiefsinnig und humoristisch war der Auftritt der beiden Frauen.

Die Kombination macht es aus

Von A wie Anekdote bis Z wie Zaubermärchen erzählte Birte Röder frei und lebendig. Ihre Märchen und Kurzgeschichten handelten von einer Legende aus dem Wallis, einer Geschichte eines deutschen Schriftstellers oder einem jungen Mädchen aus Island. Passend dazu ergänzte Sonja Morgenegg mit ihrem stimmgewaltigen, melodiösen und stilsicheren Gesang. Genau diese Kombination war es, die den Besuchern ins Herz gestochen ist.

«Einerseits ist es sehr lebendig, andererseits ungemein gefühlvoll und andächtig», sagte eine Besucherin aus Effretikon. Regina Bommer und Magdalena Fux, beide aus Münchwilen, fanden ebenso Gefallen am Ganzen. «Gesang, Erzählungen und Dekoration verdienen die Höchstnote.» Sie bereuten ihr Erscheinen ebenso wenig wie alle an­deren Besucher. Treffend formulierte es Bernhard Angehrn aus Wil. «Während viele unserer Mitbürger die schlechten und negativen Nachrichten in der Tagesschau verfolgten, genossen wir hier genau das Gegenteil. Inspirierend, positiv und absolut stressfrei, so muss ein Start ins Wochenende sein.»

Aktuelle Nachrichten