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MÜNCHWILEN: Haarig, ohne Stimmrecht

Das Alterszentrum Tannzapfenland schliesst das Betriebsjahr mit Gewinn ab. Im Mittelpunkt der Generalversammlung standen indes Heimleiterin und Heimkatze.
Christoph Heer
Heimkatze Sweety geniesst ihren Auftritt an der Generalversammlung des Regionalen Alterszentrums Tannzapfenland. (Bilder: Christoph Heer)

Heimkatze Sweety geniesst ihren Auftritt an der Generalversammlung des Regionalen Alterszentrums Tannzapfenland. (Bilder: Christoph Heer)

Christoph Heer

redaktion@wilerzeitung.ch

Sie war von kurzer Dauer, die 45. Generalversammlung der Genossenschaft Regionales Alterszentrum Tannzapfenland (RAT). Verwaltungsratspräsident Othmar Häne waren dahingehend die Hände gebunden, als dass der Stimmenzähler drohte, sein Amt nicht anzunehmen, sollte die Versammlung länger als eine Stunde dauern. So aber ging definitiv nichts schief, Johann Fritsche amtete als Stimmenzähler – hatte aber nichts zu tun – und Othmar Häne beendete die Versammlung nach 50 Minuten.

Mit diesem Schwank war es aber am Dienstagabend noch nicht getan. Für weitere Aufheiterung sorgte Sweety, die Heimkatze. Als wohl haarigste Anwesende nahm sie an der Versammlung teil – kam zwar zu spät und besass kein Stimmrecht – dafür gelang es ihr, die Türe in den Saal selbstständig zu öffnen.

Lobende Worte für die Zentrumsleiterin

Dass die Katze der heimliche Star unter den 55 (von total 724) anwesenden Genossenschaftern war, störte niemanden. Präsident Othmar Häne führte speditiv und informativ durch die traktandierten Geschäfte. Er bedankte sich bei den Mitarbeitenden. Speziell erwähnte er Zentrumsleiterin Renate Merk. Denn nach Jahren der Unruhe übernahm sie im Juni 2015 das damals schwankende RAT-Schiff. «Seit Renate Merk das Amt der Zentrumsleiterin bekleidet, ist es ruhig geworden. Dank ihr und ihrem Herzblut, welches sie Tag für Tag in ihr Engagement legt, sind wir auf einem sehr positiven Weg angekommen». Häne betonte weiter, dass die «Sympathieträgerin» nicht nur den ordentlichen Betrieb in neue und ruhigere Bahnen gelenkt hat, sondern sich auch in anderen Bereichen wie etwa der regen Bautätigkeit ausgezeichnet hat. «Wir können froh und dankbar sein, haben wir in Renate Merk eine Person, die ein ungemein grosses Mass an Spirit ins Zentrumsleben einbringt.»

Renate Merk selbst zeigte sich gerührt und erwähnte, dass sie ihr 20-jähriges Arbeitsjubiläum feiert. Diverse Bereiche durchlief sie in ihrer Karriere, von der Gruppenleitung zur Abteilungsleiterin, von der Leitung Pflege und Betreuung bis hin zur Zentrumsleitung. «Jeder Tag ist anders, und wir sind mit neuen Herausforderungen konfrontiert.» Da sei es wichtig, stets gut hinzuhören und zu schauen. «Ich spüre eine tiefe Verbundenheit dem RAT gegenüber, und Empathie ist eine der wichtigsten Gepflogenheiten in einer derartigen Institution. Im Fokus steht nämlich jederzeit der Bewohner», sagte Merk.

Mehr Betten für Kurzaufenthalter

Zu den geschäftlichen Angelegenheiten informierte Othmar Häne. Der Ostflügel ist umgebaut worden und erweitert nun das Angebot um acht Betten für Kurzaufenthalter. Weitere Teilprojekte innerhalb des Betriebskonzeptes 2020 stehen an. Das betriebliche Ergebnis 2017 weist in der Erfolgsrechnung 461336 Franken aus. Der Reingewinn beträgt 35941 Franken. Drei Statutenänderungen wurden kommentarlos genehmigt.

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