Münchwilen: Guido Grütter zum neuen Gemeindeammann gewählt

MÜNCHWILEN. Das Resultat ist eindeutig: Guido Grütter, nach dem Verzicht von Amtsinhaber Lorenz Liechti einziger Kandidat für das Gemeindeammannamt von Münchwilen, erhielt 709 der 907 gültigen Stimmen.

Philipp Haag
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Der parteilose Guido Grütter freut sich über seine Wahl. (Bild: Nana do Carmo)

Der parteilose Guido Grütter freut sich über seine Wahl. (Bild: Nana do Carmo)

Das halbe Dorf versammelte sich gestern am frühen Abend in der Turnhalle Oberhofen von Münchwilen: Der Musikverein spielte auf, der Vertreter der Interpartei, Hansruedi Aggeler, verlas ein Grusswort, die Gäste plauderten und prosteten sich zu. Die Stimmung war gelöst. Alle waren sie wegen eines Mannes in die Turnhalle gekommen: Guido Grütter. Er war mit einem deutlichen Resultat zum neuen Gemeindeammann von Münchwilen gewählt worden. Von den 907 gültigen Stimmen vereinigte er 709 auf sich.

Seine Wahl war eigentlich so gut wie sicher, verzichtete doch Amtsinhaber Lorenz Liechti auf eine Wiederwahl. Stattdessen kandidierte er in Nesslau-Krummenau (siehe Kasten). In Münchwilen machte Liechti aber doch 125 Stimmen, Vereinzelte erhielten 73.

Vertrauen aufgebaut

Grütter war von einem überparteilichen Komitee, das zum Schluss weit über 100 Personen zählte, unterstützt worden. Er sprach gestern von einem ermutigenden Ergebnis.

«Obwohl ich ein Auswärtiger bin, konnte ich das Vertrauen eines grossen Teils der Bevölkerung gewinnen», glaubt er einen entscheidenden Grund für seine Wahl zu kennen. Sein Resultat stuft er als gute Basis für die künftige Zusammenarbeit mit den Gemeinderäten ein. Als erstes anpacken werde er die Ortsplanung, die überarbeitet werden müsse. «Vor allem der Dorfkern sollte aufgewertet werden.

» Grütter interessiert sich denn auch für das Ressort Hochbau, aber auch für die Finanzen. Doch erstmals geht er auf Wohnungssuche, ist doch am 1. Juni Amtsantritt.

Der Präsident des Unterstützungskomitees, Hansruedi Aggeler, war ebenfalls zufrieden. «Wir haben unser Ziel erreicht», sagt er, «Münchwilen wird von einem neuen Mann in die nächste Legislatur geführt.» Ein kleiner Wermutstropfen, obwohl Aggeler es nicht so sieht, ist die tiefe Stimmbeteiligung von 36 Prozent.

Einerseits sei die Stimmbeteiligung in Münchwilen traditionell eher tief, meinte er, andererseits sei der Wahlkampf ruhig verlaufen, nachdem Liechti verzichtet habe. «So richtig konnte die Wahl die Bevölkerung nicht hinter dem Ofen hervorlocken», resümiert Aggeler.

Drei neue Gemeinderäte

Bei den Gemeinderäten war die Ausgangslage unspektakulär: Für die drei frei werdenden Sitze von Roland Aeby (FDP), Franz Schmucki (CVP) und Petra Sewo (parteilos) kandidierten Manfred Filliger (GLP), Robert Fuchs (SVP) und Roger Jacober (FDP).

Alle drei wurden gewählt: Filliger mit 761 Stimmen, Fuchs mit 723, Jacober mit 791. Ebenfalls deutliche Resultate machten die Bisherigen Jos Reto Bernet (FDP, 816 Stimmen), Enrico Kämpf (CVP, 805) und Ruedi Zahnd (SVP, 781).

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