MÜNCHWILEN: Erhöhung kann warten

Die Hauptstrasse im Bezirkshauptort soll für 3,4 Millionen Franken saniert werden – ohne Steuerfussanpassung.

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Wenn die Münchwilerinnen und Münchwiler am 26. November zur Urne gebeten werden, haben sie sich zu einem Thema zu äussern, welches in der Gemeinde immer wieder für Diskussionen sorgt: die Verkehrssituation. Für knapp 3,4 Millionen Franken soll die durchs Dorf verlaufende Hauptstrasse aufgewertet und der gefährliche Knoten bei der Abzweigung Eschlikonerstrasse entschärft werden («Wiler Zeitung» von gestern).

Bei einer Investition in Millionenhöhe stellt sich die Frage, ob der Steuerfuss bei 61 Prozent verbleibt oder eine Anpassung nötig wird. Vor einigen Jahren wurde eine Erhöhung in zwei Tranchen angekündigt. Die zweite ist noch ausstehend. «Mit dem einst ­angekündigten, zweiten Erhöhungsschritt kann weiterhin zugewartet werden», sagt Gemeindepräsident Guido Grütter. Dies ist insofern interessant, als dass die Behebung des über viele ­Jahre aufgeschobenen Unterhalts der gemeindeeigenen Immobilien nach wie vor nicht anhand genommen wurde. «Hierfür sucht der Gemeinderat seit einiger Zeit nach Lösungen, welche die Investitions- und die Erfolgsrechnungen der Zukunft geringstmöglich belasten», sagt Grütter. Auch wenn die Finanzplanung für die Jahre 2019 bis 2013 einen hohen Finanzbedarf zeige, sieht der Münchwiler Gemeinderat derzeit keine Dringlichkeit, die angekündigte Steuererhöhung zu beantragen.

Die Ausgaben für die Strassensanierung sind aus der Sicht des Gemeindepräsidenten gerechtfertigt. Er sagt: «Heute für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer nichts zu tun, würde bedeuten, dieses immer grösser werdende Problem einer nachfolgenden Generation zu überlassen. Dies dann zu einem deutlich höheren Preis als heute. Sicherheit kostet und kann tatsächlich dazu beitragen, dass der Steuerfuss dereinst entsprechend nach oben angepasst werden muss. Das muss aber von Jahr zu Jahr neu beurteilt werden.» Die Behörde sei bemüht, den Steuerfuss zu erhalten.

Simon Dudle

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

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