MÜNCHWILEN: Eine Million fürs Umkleiden

Die Garderoben in der Sportanlage Waldegg stossen an ihre Kapazitätsgrenzen. Am Mittwoch entscheiden die Stimmbürger über einen Anbau.

Roman Scherrer
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Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung. Am vergangenen Sonntag haben sich die Münchwiler an der Urne noch klar gegen Tempo 30 und eine neu gestaltete Ortsdurchfahrt ausgesprochen (unsere Zeitung berichtete). Bereits am Mittwochabend befinden sie an den Versammlungen der Politischen Gemeinde und der Schulgemeinde über weitere Bauprojekte.

Dann wird allerdings nicht der Strassenverkehr Thema sein. Die Politische Gemeinde stellt einen Kreditantrag über 996000 Franken für die Erweiterung der Garderoben- und Duschräume in der Schul- und Sportanlage Waldegg. Die geplante Erweiterung fand ihren Ursprung in der Gemeindeversammlung vor einem Jahr, bei der die Stimmbürger einen entsprechenden Antrag des Fussballclubs und des Turnvereins als erheblich erklärt haben. Grund für den Antrag war in erster Linie die Tatsache, dass die heutigen Garderoben an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. Bereits heute, aber ganz sicher in zwei bis vier Jahren würden Garderoben- und Duschräume fehlen, wie der Gemeinderat in seiner Botschaft schreibt.

«Synergien können genutzt werden»

Als Lösung des Problems gab es grundsätzlich zwei Szenarien: Ein Neubau von Garderoben- und Duschanlagen oder ein Anbau an eine bestehende Anlage. Der Entscheid fiel auf einen Anbau bei der Einzelturnhalle. «Diese ­Variante ist kostengünstiger. Vor allem weil Synergien genutzt werden können, wie etwa der ­Anschluss an das bestehende Heizungssystem», sagt Gemeindepräsident Guido Grütter.

Das konkrete Projekt, das der Gemeinderat präsentiert, sieht unter anderem den Umbau einer vorhandenen Garderobenanlage, bestehend aus zwei Umkleideräumen und einer Dusche, vor. Im Anbau sollen zwei Garderobenanlagen, eine separate Garderobe für die Schiedsrichter, zwei WC-Anlagen sowie ein Aussengeräteraum entstehen. Im Oktober 2018 soll der Anbau bereits abgeschlossen sein. Die Investitionskosten von knapp einer Million werden zu Lasten der Politischen Gemeinde gehen, während die Schulgemeinde die Betriebskosten tragen wird. «Diese Vereinbarung schien für beide Behörden die einfachste», sagt Guido Grütter.

Für 2018 plant die Politische Gemeinde mit einem Verlust von knapp 200000 Franken. Der Steuerfuss soll bei den aktuellen 61 Prozent belassen werden.

Projektkredit für Schulzentrum Oberhofen

Auch die Schulgemeinde ändert nichts am Steuerfuss. Sie budgetiert ein kleines Defizit von rund 8000 Franken. Nebst dem Budget lässt die Schulbehörde am Mittwoch über einen Wettbewerbs- und Projektkredit von 198000 Franken für den Schulraum Oberhofen abstimmen.

Um zu klären, welcher Raumbedarf bis 2025 im Schulzentrum Oberhofen besteht, wurde im vergangenen Jahr ein Gesamtkonzept Schulraumplanung erarbeitet. 2017 hat die Schulbehörde zudem mit Vertretern aus Bereichen wie Sport, Politik und Kultur Workshops durchgeführt, um den Bedarf zu konkretisieren. «Es hat sich gezeigt, dass wir unter anderem Schulräume und Kindergärten brauchen», sagt Schulpräsident Lukas Weinhappl. Im November 2018 soll dann den Stimmbürgern ein konkretes Projekt mit einem Baukredit vorgelegt werden.

Gemeindeversammlungen

Politische Gemeinde und Schulgemeinde am Mittwoch, 29. November, 19.30 Uhr, Turnhalle Oberhofen, Münchwilen.