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MÜNCHWILEN: Ein Herz für Sportvereine

An der Budgetversammlung haben die Bürger alle Anträge des Gemeinderats gutgeheissen. So ermöglichen sie unter anderem einen Erweiterungsbau der Garderoben- und Duschanlagen in der Waldegg.
Christof Lampart

Christof Lampart

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

177 Stimmberechtigte hatten den Weg in die Turnhalle Oberhofen gefunden. Und um ein «turnerisches» Geschäft ging es denn auch schon bald einmal. Die Erweiterung des Garderoben- und Duschtrakts der Schul- und Sportanlage Waldegg sei ein Gebot der Stunde, so Gemeindepräsident Guido Grütter.

Damit spielte er auf Münch­wilens Charakter als Boomtown an. Denn als die Dreifachsporthalle Waldegg im 2003 in Betrieb genommen wurde, zählte der Ort über 700 Einwohner weniger – und ein Ende des Bevölkerungswachstums, das jährlich bei rund 1,2 Prozent liegt, ist nicht absehbar. Im Gegenteil: Es wird aktuell davon ausgegangen, dass Münchwilen im Jahr 2032 über 6300 Einwohner zählen wird; heute sind es 5400.

Eine Investition von 996000 Franken

Der Präsident des Turnvereins Münchwilen, Urs Bommer, verwies auf einen weiteren Umstand, der einen Erweiterungsbau notwendig macht: «Wir Sportvereine haben das Luxusproblem, dass wir viele Kinder und immer mehr Mädchen haben. Da haben wir in den Garderoben zunehmend ein Problem mit der Geschlechter- und Alterstrennung. Mit genügend Räumen können wir irgendwelchen Konflikten schon im Vorhinein ausweichen», so Bommer. Den ­Antrag zur Erweiterung der Garderoben- und Duschanlagen hiessen die Stimmbürger schlussendlich klar mit 169 Ja- zu 3 Nein-Stimmen gut. Diese Zustimmung wird die Investitionsrechnung der Politischen Gemeinde im nächsten Jahr mit 996000 Franken belasten.

Ebenso Ja sagten die Stimmberechtigten zu einer Aufstockung eines Kredites für die Umrüstung des Schiessstandes des Pistolenclubs Münchwilen um 60000 Franken auf 180000 Franken; 120000 waren ohnehin für eine Sanierung in der Investitionsrechnung 2018 vorgesehen. Die zusätzlichen 60000 Franken werden für einen Teilumbau der Anlage gebraucht, sollen doch vier der zehn 50-Meter-Scheiben einem Fünferblock von 25-Meter-Scheiben weichen. Der Trend beim Pistolenschiessen gehe ganz klar Richtung 25 Meter, meinte ein Sprecher. Sowohl Armee als auch Polizei schössen nur noch 25 Meter, und auch das eidgenössische Feldschiessen kenne nur diese Distanz. Da die Anlage der Gemeinde gehöre, sei es an ihr, die Gelder zu sprechen, doch sei man bereit, Fronarbeit im Wert von 20000 Franken zu leisten, sagte ein Sprecher des Pistolenclubs. Die Stimmberechtigten befürworteten mit 108 Ja- zu 40 Nein-Stimmen bei 25 Enthaltungen den Umbau.

Steuerfusserhöhung ist absehbar

Mit grossem Mehr wurde auch das Budget 2018 gutgeheissen, welches einen Verlust von 200400 Franken vorsieht; dies bei gleichbleibendem Steuerfuss von 61 Prozent. Wie Gemeinderätin Nadja Stricker erläuterte, werden in den nächsten Jahren insbesondere die Kosten bei der Sozialen Wohlfahrt und der Gesundheit auf die Gemeindefinanzen drücken, so dass man wohl in absehbarer Zeit nicht um eine Steuerfusserhöhung herumkommen werde. An Nettoinvestitionen sollen 2018 rund 3,5 Millionen Franken getätigt werden, ­wovon 30 Prozent für die Gar­derobenerweiterung Waldegg, 40 Prozent für den Strassenverkehr und 30 Prozent für die Abwasserbeseitigung, den Hochwasserschutz und die Sanierung der Schiessanlagen vorgesehen sind.

Keinerlei Diskussion entspann sich um die vier Einbürgerungsgesuche von fünf Erwachsenen und drei Kindern. Sie wurden allesamt gutgeheissen.

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