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MÜNCHWILEN: Das Sorgenkind mausert sich

Die Biogasanlage der Bima Energie AG läuft stabil und produziert doppelt so viel Biogas wie einst die in Konkurs gegangene Biorender AG. Bis Ende Jahr soll die schwarze Null erreicht werden.
Hans Suter
Donnerstag, kurz vor 12 Uhr bei Bima Energie in Münchwilen: Ein holländischer LKW steht auf der Waage zur Warenanlieferung. (Bild: Hans Suter)

Donnerstag, kurz vor 12 Uhr bei Bima Energie in Münchwilen: Ein holländischer LKW steht auf der Waage zur Warenanlieferung. (Bild: Hans Suter)

Hans Suter

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

«Aktuell produzieren wir täglich etwa 100000 Kilowattstunden Biogas», sagt Marcel Kraus, Geschäftsleiter und Verwaltungsratspräsident der Bima Energie AG. «Die Anlage läuft stabil», fügt er hinzu. Zu Zeiten der 2011 gegründeten und 2015 in Konkurs gegangenen Biorender AG waren das Reizwörter. Die damals höchste je erreichte Pro­duktionsmenge lag bei rund 65000 kWh. Ausgelegt ist die Anlage auf eine Menge von 110000 bis 120000 kWh pro Tag. Die eingesetzte Ultrafiltration führte jedoch dazu, dass die Anlage nicht stabil lief und die tägliche Produktionsmenge zuweilen auf etwa 20000 kWh einbrach. Die Bima Energie AG verzichtet deshalb auf die sich noch in der Pionierphase befindliche Ultrafiltrationstechnik und setzt auf bewährte Verfahren.

Für die Biogasproduktion werden pro Monat etwa 200 Tonnen an tierischen Nebenprodukten benötigt. Diese stammen laut Marcel Kraus in erster Linie von Schlachthöfen. Deren Beschaffung ist allerdings nicht so einfach. «Fleischabfälle mit Fettanteil sind ein begehrter Rohstoff», sagt Marcel Kraus. Je nach Marktsituation muss er für das Material mal mehr, mal etwas weniger bezahlen. Vor einigen Jahren war die Marktlage umgekehrt: Die Lieferanten bezahlten für die Entsorgung der Fleischabfälle.

In die Zahlen will sich Marcel Kraus nicht blicken lassen. Er sagt lediglich: «Die diesjährige Gasproduktion ist ganz, jene im Jahr 2018 zur Hälfte verkauft. Das hat einiges an Druck weggenommen.» Die Hauptabnehmer des Biogases der Bima Energie AG sind städtische Werke. Die Technischen Betriebe Wil sind unter den rund 20 Kunden nicht zu finden. «Das hat einen preislichen Hintergrund», sagt der für die TBW zuständige Stadtrat Daniel Meili. Wir arbeiten derzeit mit anderen Lieferanten zusammen. 2016 setzte sich der Biogasmix der TBW etwa hälftig aus Schweizer und ausländischer Produktion zusammen.

Marcel Kraus glaubt, bis Ende Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen und in naher Zukunft aus Gewinnen investieren zu können. Die Betriebsbewilligung für die nächsten Jahre liegt bereits vor.

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