MÜNCHWILEN: Das Datum ist noch offen

Der Discounter Lidl eröffnet im Bezirkshauptort bald ein Filiale. Bei der nahegelegenen und ebenfalls neuen Migros gibt man sich gelassen.

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Der neue Lidl wird sich im markanten Bachsteingebäude an der Frauenfelderstrasse in Münchwilen einmieten. (Bild: Simon Dudle)

Der neue Lidl wird sich im markanten Bachsteingebäude an der Frauenfelderstrasse in Münchwilen einmieten. (Bild: Simon Dudle)

Die Münchwiler Detailhandelslandschaft steht vor einer weiteren Veränderung: Direkt an der Hauptstrasse wird sich bald Lidl einmieten – und zwar an der Frauenfelderstrasse 20a im Gebäude der ehemaligen Aktienstickerei.

Die Umbauarbeiten sind schon fast abgeschlossen, die Parkplätze eingezeichnet, und drei grosse Stelen weisen auf den neuen Detailhändler mitsamt seinen Öffnungszeiten hin. Wann die Eröffnung erfolgt, ist bei Lidl-Sprecherin Corina Milz jedoch auch auf Nachfrage nicht in Erfahrung zu bringen. Nachdem ursprünglich das erste Halbjahr 2017 als Zeitraum genannt worden war, wird nun Geheimniskrämerei betrieben. Fest steht: Auf einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern werden 1800 Produkte des täglichen Bedarfs angeboten.

«Es braucht manchmal etwas Angewöhnungszeit»

Somit gibt es im Bezirkshauptort Münchwilen ein zusätzliches Einkaufsangebot, aber auch zusätzlichen Konkurrenzkampf unter den Detailhändlern. Erst im vergangenen Oktober hatte im Dorfzentrum eine Migrosfiliale eröffnet. Es wird zuweilen der Eindruck erweckt, das Geschäft liefe noch nicht allzu gut. Angesprochen darauf, sagt Migros-Sprecher Nico Canori: «Viele Kunden haben eine Stamm-Migros. Da braucht es bei einer neuen Migros manchmal etwas Angewöhnungszeit. Wir sind mit der Migros Münchwilen zufrieden.» Was das in Zahlen bedeutet, kommuniziert das Unternehmen nicht. Angesprochen auf die zusätzliche Konkurrenz, sagt Canori ausweichend: «Die Migros hat eine treue Kundschaft. »

Vögele-Mitarbeiter können bleiben

Vor grossen Veränderungen stehen in der Region auch die beiden Filialen der Kleiderkette Charles Vögele. Nach der Übernahme durch die italienische Modehandelskette OVS beginnt diese Woche die schweizweite Umstellung. «Bis Ende Jahr werden alle rund 145 Filialen des Landes auf OVS umgestellt sein», sagt Nicole Borel, Sprecherin von Charles Vögele.

In der Region betrifft es die Standorte Rickenbach und Wil. In der Äbtestadt ist der letzte Verkaufstag am 5. August, in Rickenbach am 12. September. Die Umbauarbeiten dauern rund einen Monat, so dass in Wil am 7. September und in Rickenbach einen Monat später die Wiedereröffnung geplant ist. «Das Personal wird weiterbeschäftigt», sagt Nicole Borel, die ihrerseits das Unternehmen im Oktober verlassen wird.

 

Simon Dudle

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch.ch