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MÜLLPROTEST: Kosovare droht Leuthard mit neuer Müllaktion

BÜRGLEN. Murtez Ademaj droht erneut, seinen Garten in Bürglen zu vermüllen. In einem Fax, das er auch an Bundespräsidentin Doris Leuthard schickte, warnte er vor weiteren Protestaktionen.
Müllberge und Protestschreiben: Der Garten der Ademajs vor der Räumung im September. (Archivbild: Keystone)

Müllberge und Protestschreiben: Der Garten der Ademajs vor der Räumung im September. (Archivbild: Keystone)

Erst im September hat der 55-jährige Kosovare Murtez Ademaj nach mehreren Monaten klein bei gegeben und die Abfallberge im Garten seines Miethauses beseitigt. Nun droht er erneut mit einer Müllattacke, wie «20 Minuten» berichtet. Am Sonntag verschickte Ademaj offenbar ein Droh-Fax an Medien, Behörden und an Bundespräsidentin Doris Leuthard. «Der Protest mit Plakaten und Abfall ist nicht für immer eingstellt», warnt der IV-Bezüger in dem Schreiben. Zudem wirft Ademaj der Gemeinde Bürglen vor, sie habe versucht, ihn mit Hilfe von Kriminellen aus Bürglen zu vertreiben.

«Der spinnt», sagte Gemeindeammann Armin Eugster gegenüber «20 Minuten». Die Gemeinde möchte zwar ihren derzeit prominentesten Bewohner loswerden, aber auf legalem Weg. Doch Murtez Ademaj hat nicht vor, Bürglen zu verlassen, obwohl er im November aus seiner Wohnung ausziehen muss. «Wir bleiben in Bürglen, mit oder ohne Wohnung ist gar nicht wichtig. Ich finde genug Holzbretter, um eine Hütte neben dem Gemeindehaus aufzustellen.»

Murtez Ademaj velor vor sieben Jahren seinen Job. Seither bekriegt der dreifache Familienvater jegliche Institutionen, behauptet, er würde gemobbt, beklagt, dass die IV-Rente von monatlich 6300 Franken nicht ausreiche. Mit seinen Protestschreiben, adressiert an Politiker, Bundesräte und Gerichte, hält er die Institutionen auf Trab. Mit der Gemeinde Bürglen liegt er im Clinch, weil sie 2006 das Einbürgerungsgesuch der Familie abgelehnt hatte. (red./sg)

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