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MÜLLHEIM: Vor den beiden letzten Hürden

Nach Jahren der Vorarbeit biegt das neue Baureglement auf die Zielgerade ein. Das neue Papier trägt zwar schon die Stempel des Thurgauer Baudepartements. Doch nun kommt vorerst die öffentliche Auflage.
Andreas Taverner

Andreas Taverner

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

«Jede Seite des neuen Baureglements ist vom Departement für Bau und Umwelt abgestempelt», sagte Gemeinderat Urs Forster. Das heisst, dass jeder Artikel so wie er im neuen Baureglement steht, vom Departement genehmigt wurde, erläuterte er weiter. Am Dienstagabend lud die Gemeinde Müllheim zu einem Informationsabend über das neue Baureglement.

Rund 40 Anwesenden liessen sich im Singsaal des Schulhauses Wiel in die nicht einfache Materie einführen. Müllheim ist eine von dreizehn Gemeinden der Regionalplanungsgruppe Regio Frauenfeld, die in den vergangenen Jahren an einem harmonisierten, regionalen Baureglement gearbeitet haben.

Vorbehältlich allfälliger Einsprachen

Sobald die öffentliche Auflage vorbei ist, werden allfällige Einsprachen behandelt. Die Auflage ist vom 6. bis 26. April vorgesehen. Danach muss das Reglement noch die Hürden der Gemeindeversammlung vom 28. Juni meistern. Erst wenn die anschliessende Genehmigung durch das Departement für Bau und Umwelt erfolgt ist, kann der Gemeinderat das Reglement in Kraft setzten.

Neue Bezeichnung und neue Masse

Projektleiterin Ramona Hobel, von der Firma BHA Team Ingenieure AG in Frauenfeld stellte den Anwesenden das überarbeitete Baureglement der Gemeinde Müllheim vor und erläutert die wichtigsten Punkte. So wird die Ausnützungsziffer durch die Geschossflächenziffer abgelöst. Diese berechnet sich wie folgt: Die Summe aller Geschossflächen geteilt durch die anrechenbare Grundstücksfläche. Aber auch die Nutzungszonen werden teilweise umbenennt. Aus WG ll (Wohn- und Gewerbezone) wird neu WA 2 (Wohn- und Arbeitszone). «Nicht geändert wird der Zonenplan», sagte sie auf die Fragen einiger Anwesenden. «Dies geschieht allenfalls später». Neu werden mit der Bezeichnung «NG» (Naturgefahren) eine Gefahrenzone im Baureglement eingeführt. Auskunft zu den effektiven Gefahren erteile aber weiterhin die separate Gefahrenkarte. Auch die Gebäudelängen werden in diversen Zonen neu festgelegt: Nach dem neuen Reglement darf zum Beispiel in der Wohnzone W2B die maximale Gebäudelänge neu 35 Meter statt wie bisher 25 Meter betragen.

Längere Diskussionen wurden auch zum Thema Denkmalpflege geführt. Laut Raumplaner Christoph Brugger von BHA Team werden im neuen Baureglement die denkmalpflegerischen Aspekte eher gelockert. «So können zum Beispiel Fenster aus Metall sein oder aus Holz», erklärte er. Schliesslich entscheide die Gemeindebehörde, was zulässig ist. Sie kann aber für ihren denkmalpflegerischen Entscheid zur Verantwortung gezogen werden.

Zum Schluss machte Urs Forster ein Angebot: «Ab sofort können interessierte Bürger Einsicht in die Unterlagen des revidierten Baureglements nehmen.»

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