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MÜLLHEIM: Neue Wohnungen für das Tier des Jahres

Der örtliche Natur- und Vogelschutzverein hat in der Region Maltbach vier Unterschlüpfe für Wiesel erstellt. Das ist Teil eines grösseren Förderprojekts.
Naturschützer, Landbesitzer und Landbewirtschafter neben einem Holzhaufen, der als Wieselunterschlupf dient. (Bild: PD)

Naturschützer, Landbesitzer und Landbewirtschafter neben einem Holzhaufen, der als Wieselunterschlupf dient. (Bild: PD)

Ein kalter Februartag war gerade richtig, um das Wieselförderprojekt in Müllheim zu starten. Der Natur- und Vogelschutzverein konnte in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Landbesitzern und -bewirtschaftern westlich von Müllheim in der Umgebung von Maltbach vier Unterschlüpfe für Wiesel erstellen. Unter der Anleitung von Jahel Hämmerli vom Büro Schlitner Landschaftsplanung bauten Naturschützer, Landwirte und weitere Interessierte einen Steinhaufen und drei Asthaufen. Die Haufen mussten genügend gross und mit einer Nistkammer aus trockenem Laub, Streue oder Ähnlichem ausgestattet sein.

Solche Haufen sind eine gute Massnahme zur Förderung der Mäusejäger. Sie dienen den Tieren als Versteckmöglichkeit und zur Jungenaufzucht. Das Engagement in Müllheim ist Teil eines grösseren Projekts. Um einen Korridor zu schaffen, der von Wieseln passiert werden kann, sollen vom Zürcher Weinland bis zum Thurgauer Seerücken an geeigneter Lage Unterschlüpfe entstehen. Von dieser Wieselförderung profitieren Tiere und Landbesitzer, da so auf extensiv bewirtschafteten Landflächen die Mauspopulation nicht überhand nimmt.

Wieselweibchen erbeutet pro Jahr 900 Mäuse

Das Hermelin ist das aktuelle Tier des Jahres. Hermelin und Mauswiesel sind zwei in der Schweiz vorkommende Wieselarten. Wenig bekannt ist, dass der Fortbestand der Mäusejäger gefährdet scheint. Über das genaue Wieselvorkommen in der Schweiz weiss man erstaunlich wenig. Mauswiesel stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten in der Schweiz, für Hermeline vermutet man einen Rückgang der Populationen im Mittelland und Jura. Wiesel meiden den Wald und bevorzugen Dauerwiesen mit Strukturen als Deckung und Unterschlupf, damit sie von Feinden wie Füchsen oder Mäusebussarden nicht erbeutet werden. Ein Wiesel braucht jeden Tag ein bis zwei Wühlmäuse. Durch seine geringe Körpergrösse ist es ihm möglich, in den Mausgängen zu jagen –dies im Gegensatz zu Katzen oder Turmfalken. Ein Wieselweibchen mit Jungtieren erbeutet so rund 900 Mäuse pro Jahr. (red)

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