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MÜLLHEIM: Gelbe Behälter für grünen Thurgau

Familie Etter hat sich das Sammeln und Recyceln von Aluminium zum Hobby ­gemacht. Für ihren Einsatz hat sie einen nationalen Umweltpreis gewonnen.
Familie Etter mit dem Umweltpreis im Metallrecycling. (Bild: PD)

Familie Etter mit dem Umweltpreis im Metallrecycling. (Bild: PD)

«Auf einer Velotour vor zwei Jahren entdeckten wir so viele herumliegende Aludosen, dass wir etwas dagegen tun wollten», sagt Vater Johnny Etter. Mittlerweile ist nicht nur das Velofahren, sondern auch das Metallsammeln seine Freizeitbeschäftigung. Er sammelt nicht nur privat, sondern auch auf Strassen, Wiesen und bei Restaurants. «Uns kam die Idee, Sammelbehälter aufzustellen.» Für ihr Engagement erhielt Familie Etter den nationalen Umweltpreis als Meister im Metallrecycling der Recyclingorganisationen Igora-Genossenschaft und Ferro Recycling. Ihr Lohn: 1000 Franken Preisgeld.

Was sie mit dem Geld macht, weiss die Familie noch nicht. «Die Freude über den Preis ist sehr gross. Uns geht es aber um den Sinn und nicht ums Geld», sagt Etter. Statt Aludosen und Stahlblechverpackungen wegzuwerfen und noch mehr Abfall zu produzieren, kann durch Recycling die Umwelt geschont ­werden. Bei verschiedenen Tankstellen, Imbissständen und Restaurants hat Etter daher gelbe Sammelbehälter angebracht, die er regelmässig leert und bei der Müller Recycling AG in Frauenfeld entsorgt. 15 Behälter hat er bei einer Firma in Auftrag gegeben, weitere sind von Igora zur Verfügung gestellt worden. Nun stehen die Behälter an über 70 Standorten im Thurgau. «Mir macht diese Arbeit Spass, und es ist eine Möglichkeit, unter die Leute zu kommen. Ausserdem teilt nun die ganze Familie ein Hobby.»

Anderthalb Tonnen recyceltes Aluminium

Etters Töchter Angelina und Nicol machen über die sozialen Medien auf das Sammeln aufmerksam. «Wir bekommen positive Reaktionen aus unserem Umfeld», sagt Johnny Etter. Letztes Jahr sammelte die Familie 1500 Kilo Aluminium, dieses Jahr sollen es zwei Tonnen werden. Etter wünscht sich, dass noch mehr ­recycelt wird. Der Winterthurer Bahnhof mit den getrennten Abfalleimern sei vorbildlich: «Es sollte an allen Bahnhöfen Abfalleimer für Papier, Alu und Restmüll geben. So würde der Thurgau grüner werden.» (dew)

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