MÜLLHEIM: Die Jagd nach den Punkten

Zum 4. Mal führt der Kleintierzüchterverein die Rammler- und Täuberschau durch. Erstmals stellt auch Jan Thalmann aus. Der Jungzüchter interessiert sich seit zwei Jahren für Kaninchen.

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Jungzüchter Jan Thalmann mit seinem Kaninchen und Manuel Weishaupt. (Bild: Andreas Taverner)

Jungzüchter Jan Thalmann mit seinem Kaninchen und Manuel Weishaupt. (Bild: Andreas Taverner)

Viele Besucher, vor allem Familien mit Kindern sowie weitere an Kleintieren Interessierte, fanden am Samstag den Weg zum ­Rosenhof Irsslinger. Der Müllheimer Kleintierzüchterverein führte zum 4. Mal die Rammler- und Täuberschau durch.

Laut Beat Schweizer, Präsident Kleintierzuchtverein Müllheim und Umgebung, ist an der Ausstellung, die am Samstag und Sonntag auf dem Areal der Rosenhof Irsslinger stattfindet, eine hohe Beteiligung an Ausstellern zu verzeichnen. Tobias Eggli aus Tägerwilen, Vater von Yannik, neun, und Luca, sieben Jahre jung, fand zufällig den Weg in die Kleintierausstellung. «Wir kamen über die Landstrasse, sahen die Beschilderung der Rammler- und Täuberschau und fanden so den Weg», schildert Eggli die Geschichte.

94,5 von 100 möglichen Punkten

Während Yannik ein Kaninchen hält, meint er: «Es ist flauschig, leicht und angenehm zu streicheln.» Währenddessen fügt sich Luca der Mehrheit. Er hätte den Fussball bevorzugt. Unterdessen läuft ein älterer Herr von Gehege zu Gehege. Er schaut lange und genau hin. «Würde ich nicht in einem Block in Frauenfeld wohnen, hätte ich Kaninchen und Ziegen», sagt er. Die Besucher finden unterdessen auf einem Tisch eine reiche Auswahl an Informationsmaterial. Von der Pflege bis zur Stallgrösse eines Meerschweinchens oder einer Taube wird allerlei Wissenswertes vermittelt. Einer, der vorhandenes Wissen, Zeit und Interesse in Kleintiere investiert, ist Jan Thalmann, Jungzüchter aus Müllheim. Er geht in die 3. Klasse und fand bei einem Besuch bei Manuel Weishaupt aus Homburg vor zwei Jahren Freude an Kaninchen. Er stellt an diesem Wochenende erstmals ein Tier aus. Von 100 möglichen kommt er auf 94,5 Punkte. Seine Familie unterstützt ihn bei diesem anspruchsvollen Hobby. Zum Beispiel hat sein Vater ein rund 18 Quadratmeter grosses Gehege gebaut. «Ein Luxus für vier Kaninchen», wie Weishaupt sagt. Eines der Siegertiere ist ein Schweizer Dreifarben-Kleinscheckenkaninchen, das 97.0 Punkte erreicht.

 

Andreas Taverner

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch