MÜLLHEIM: Bund will näher an die Autobahn

An der Kreuzung Grüneckstrasse/Bahnhofstrasse soll ein Nationalstrassenstützpunkt gebaut werden. Die Kosten von gut 19,5 Millionen Franken würde der Bund übernehmen.

Rahel Haag
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Die Visiere stehen bereits: Auf dieser Parzelle soll ab Herbst 2018 der neue Stützpunkt entstehen. (Bild: Reto Martin)

Die Visiere stehen bereits: Auf dieser Parzelle soll ab Herbst 2018 der neue Stützpunkt entstehen. (Bild: Reto Martin)

Rahel Haag

rahel.haag

@thurgauerzeitung.ch

In Müllheim steht ein grosses Projekt an: Für gut 19,5 Millionen Franken soll an der Kreuzung Grüneckstrasse/Bahnhofstrasse ein neuer Nationalstrassenstützpunkt gebaut werden. Das Projekt liegt noch bis zum 28. März auf der Gemeinde öffentlich auf. Für die Bauherrschaft zeichnet das Bundesamt für Strassen (Astra) verantwortlich. Mit der Generalplanung wurde die Schällibaum AG in Wattwil beauftragt. Die Kosten übernähme der Bund.

Aktuell bestehen in Siegershausen ein Stützpunkt und in Frauenfeld ein Betriebsstandort. Diese würden durch den Neubau überflüssig. Es sei vorgesehen, die Mietverhältnisse für den Stützpunkt Siegershausen zu kündigen und die Objekte am Betriebsstandort Frauenfeld zu verkaufen, heisst es im technischen Bericht. «Wir möchten die beiden Standorte in einem Stützpunkt konzentrieren», sagt Daniel Reichlin, Projektleiter beim Astra. Der Stützpunkt in Siegershausen sei rund fünf Kilometer von der Autobahn entfernt. Das sei ein Nachteil. «In Müllheim wären wir näher dran.»

Verlaufe alles nach Plan, ist im Herbst 2018 Baubeginn. «Wir rechnen mit einer Bauzeit von zwei Jahren», sagt Reichlin. In dieser Zeit käme es zu temporären Landbeanspruchungen rund um die betroffene Parzelle, die rund 8000 Quadratmeter umfasst. Die Besitzer seien durch ein Schreiben informiert worden. «Selbstverständlich werden sie entschädigt.» Bisher gab es keine negativen Rückmeldungen.

Gemeinde könnte Salzsilos mitbenutzen

Gemäss Bericht ist die Parzelle bereits von Beginn weg vollumfänglich mit Funktionen belegt. Geplant sind ein L-förmiges Haupt- sowie ein Nebengebäude. Im Aussenbereich würden eine Tankstellenanlage, Salzsilos, Container und Parkplätze angesiedelt. Gesamthaft sind Salzsilos für 800 Tonnen vorgesehen.

Die Gemeinde Müllheim sei an einer Mitbenutzung interessiert. Sie weise pro Winterhalbjahr einen Bedarf von 50 Tonnen Salz aus. Eine allfällige Mitbenützung würde über den Salzpreis abgerechnet. Eine Vereinbarung mit der Gemeinde sei derzeit noch ausstehend.