Motocross-Unfälle: Politik hält sich raus

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Veranstaltung Beim Motocross Amriswil am vergangenen Wochenende wurden ein sechsjähriger Zuschauer und ein 57-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt. Auch die Thurgauer Staatsanwaltschaft hat sich eingeschaltet und untersucht den genauen Hergang der Unfälle. Sie prüft unter anderem die Frage, ob das Sicherheitsdispositiv von Experten abgenommen wurde (Ausgabe von gestern). Die Unfälle stiessen über Medienseiten im Internet in der ganzen Schweiz auf Aufmerksamkeit. Ein Nutzer kommentierte: «Jetzt melden sich sicher die Linken, die Grünen und die Behörden und verlangen ein ­Motocross-Verbot oder drastische Einschränkungen.»

Die Einstellung der Grünen Thurgau zu Motocross-Rennen ist ­tatsächlich bekannt. «Diese Ver­an­stal­tungen entsprechen nicht ­un­serem Parteiprofil. Auf solche An­lässe könnte man verzichten», sagt Fraktionspräsident Joe ­Brägger auf Anfrage. Bezüglich politischer Vorstösse gegen Moto­cross-Rennen tue sich bei den Grünen zurzeit aber nichts.

Auch Nina Schläfli, Präsidentin der SP Thurgau, weiss nichts von politischem Widerstand ge­gen Motocross-Veranstaltungen in ihrer Partei.

Genauso sieht es bei GLP-Kantonsrat Ueli Fisch aus. Der Präsident der GLP/BDP-Fraktion hat keine Kenntnis von politischer Aktivität gegen Motocross. (lsf)