Monteur muss gemeinnützige Arbeit leisten

WEINFELDEN. Ein Mann muss 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, weil er die Töchter seiner Partnerin missbraucht haben soll. Das Bezirksgericht Weinfelden sprach den Monteur der Gehilfenschaft zu mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind durch Unterlassung schuldig.

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Vom Vorwurf der mehrfachen sexuellen Nötigung sowie der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern wurde der Monteur (40) freigesprochen, wie das Bezirksgericht am Dienstag mitteilte. Die Verhandlung vor dem Bezirksgericht hatte schon im Mai dieses Jahrs stattgefunden.

Die Staatsanwaltschaft hatte damals eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten beantragt für den Mann; ein Jahr sollte der Angeklagte absitzen. Dieser stritt vor Gericht ab, die Mädchen unsittlich berührt und zu Zungenküssen aufgefordert zu haben. «Ich habe nie solches Zeug gemacht», sagte er vor Gericht. Die Mutter der beiden Mädchen war ebenfalls angeklagt. Sie wurde nun vom Bezirksgericht in den gleichen Punkten wie der Monteur schuldig gesprochen und zu einer bedingten Geldstrafe von sieben Tagessätzen à 30 Franken und zu einer Busse von 600 Franken verurteilt.

Die Opfer, eine heute 19-jährige Frau und ihre 15-jährige Halbschwester, erhalten je eine Genuugtuung von 1000 respektive 500 Franken. (sda)