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Monika Knill tönt Departementswechsel an

WEINFELDEN. Eine echte Wahl sollen die Wähler am 28. Februar haben. Darum stellt sich Ueli Fisch (GLP, Ottoberg) als Kandidat für den Regierungsrat zur Verfügung. Er bietet die Alternative zu Walter Schönholzer (FDP, Kradolf-Schönenberg).
Michèle Vaterlaus

WEINFELDEN. Eine echte Wahl sollen die Wähler am 28. Februar haben. Darum stellt sich Ueli Fisch (GLP, Ottoberg) als Kandidat für den Regierungsrat zur Verfügung. Er bietet die Alternative zu Walter Schönholzer (FDP, Kradolf-Schönenberg). Sie beide wollen den frei werdenden Sitz von Kaspar Schläpfer im Regierungsrat erobern. «Doch wo ist denn die Wahl?», fragte TZ-Redaktionsleiter David Angst am Podium vom Mittwoch im Rathaussaal in Weinfelden. Die beiden hätten nämlich vieles gemeinsam: Beide sind um die 50, verheiratet, haben Kinder, sie haben Erfahrungen aus der Wirtschaft, beide bezeichnen sich als liberal und sie sprechen dieselben Fremdsprachen. Der eine erklimmt den Berg mit Tourenski, der andere strampelt mit dem Velo hoch. Eine echte Alternative werde also nicht geboten.

Es gibt Unterschiede

Doch Schönholzer hat sehr wohl etwas, das Fisch nicht hat: Erfahrungen aus der Verwaltung. Seit zehn Jahren ist er Gemeindepräsident von Kradolf-Schönenberg. Fisch gestand ein, dass er etwas nervös sei. «Ich bin es nicht gewohnt, vor so vielen Leuten zu reden.» Als Manko erachtet er es aber nicht, dass er noch nie eine Verwaltung geführt hat. «Ich bin Unternehmer, ich besitze eine Firma und in der führen wir praktisch jährlich eine Leistungsüberprüfung durch.»

Unterschiede zeigen sich auch in der Energiepolitik: Während sich Fisch für mehr Lenkungsabgaben zur Förderung der erneuerbaren Energien ausspricht, wehrt sich Schönholzer dagegen. «Es ist eine zusätzliche Bürde für die Wirtschaft mit viel administrativem Aufwand.» Um die Energiewende zu schaffen, müsse jeder für sich etwas tun. Schönholzer unterstellt der GLP zudem, dass sie nicht wirklich liberal sei, sondern vielmehr grün und damit links – obwohl Ueli Fisch durchaus liberal sei. Die Frage, wer von den beiden nun liberaler ist, konnten sie aber nicht beantworten.

Regierungsräte harmonieren

Zu Beginn der Veranstaltung stellten sich die bisherigen Regierungsräte vor. Sie traten als harmonisches Quartett auf. Mittlerweile Dienstältester im Gremium ist Jakob Stark (SVP). Der Regierungspräsident ist seit zehn Jahren im Amt und er mag die Arbeit in der Behörde: «Es wird diskutiert, gestritten und am Schluss stehen wir zusammen.» Am zweitlängsten dabei ist Monika Knill (SVP). Auch sie lobt die konstruktive Zusammenarbeit. Sie sei «voll motiviert». Ebenso klang es bei den beiden jüngsten Mitgliedern des Regierungsrates, Carmen Haag (CVP), seit eineinhalb Jahren dabei, und Cornelia Komposch (SP), seit einem halben Jahr dabei.

Welches Departement sie am liebsten hätten, wollten nicht alle sagen. Stark meint, zu viel sollte man nicht wechseln. Nach zwei Wechseln wechsle er darum nicht mehr. Haag will das Departement für Bau und Umwelt behalten – sie freut sich bereits auf den 6. Mai 2027. «Dann wird nämlich die Expo eröffnet.» Komposch gibt sich zurückhaltend zufrieden mit dem Departement für Justiz- und Sicherheit. Knill, derzeit Vorsteherin des Departements für Erziehung und Kultur, will vor dem 1. Juni nichts sagen und sagt damit viel: ein Wechsel ins Departement für Inneres und Volkswirtschaft ist sehr wahrscheinlich.

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