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Momente des Glücks

Jetzt, wo die Tage kürzer werden, braucht der Mensch Wohlfühloasen, damit er nicht in eine Herbstdepression fällt. Sagt Beatrice Neff. Sie muss es wissen, denn sie hat eine Online-Meldestelle für Glücksmomente eingerichtet.
David Angst

Jetzt, wo die Tage kürzer werden, braucht der Mensch Wohlfühloasen, damit er nicht in eine Herbstdepression fällt. Sagt Beatrice Neff. Sie muss es wissen, denn sie hat eine Online-Meldestelle für Glücksmomente eingerichtet. Diese Plattform steht jedem zur Verfügung, der seinen persönlichen Glücksmoment mit anderen teilen will. Ist also genau das Gegenteil einer Zeitung, in der nur ausgewählte «bad news» abgedruckt werden.

Natürlich interessiert sich kein Schwein für die Glücksmomente anderer. Auch wenn man auf Facebook das Gegenteil annehmen könnte. Da meint jeder, er müsse die Welt an seinem Glück teilhaben lassen. Zum Beispiel mit einer Foto von einem schönen Nachtessen. Tatsächlich gibt es in dieser Jahreszeit keinen grösseren Glücksmoment, als vor einem Rehpfeffer mit Spätzli und Rotkraut zu sitzen, dazu ein Glas Ottenberger Pinot Noir. Ob man damit nun aber gleich die ganze Community belästigen soll, ist eine andere Frage.

Wenn man HC-Thurgau-Fan ist, muss man seine Glücksmomente lange suchen. In der Güttingersreuti findet man sie ohnehin nicht. Wenn man Hockey Thurgau gewinnen sehen will, muss man fast bis ans Ende der Welt reisen. Nach Porrentruy oder Biasca oder Winterthur. Alles abgelegene Käffer. Zu Hause haben sie diese Saison noch nie gewonnen.

Vielleicht liegt es am Namen, aus dem das Wort «Club» entfernt wurde. Ohne in die laufende Sexismus-Debatte eingreifen zu wollen: Man weiss ja nicht einmal, ob Hockey Thurgau männlich, weiblich oder sächlich ist. Der Begriff wird immer ohne Artikel verwendet. Dass man mit einem solchen Namen keinen Erfolg haben kann, ist übrigens empirisch bewiesen. Seit 1909 ist (mit Ausnahme des EV Zug 1998) noch nie jemand Schweizer Meister geworden, in dessen Namen das Wort «Club» fehlte.

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