Mix aller Energieformen nötig

Für die Vermeidung von Stromengpässen braucht es die neuen erneuerbaren Energien, aber auch zwei neue Kernkraftwerke. Dies wurde an der 1. Generalversammlung der Regionalgruppe Thurgau der Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz (Aves) betont.

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weinfelden. Der Zuger FDP-Ständerat und Aves-Präsident Rolf Schweiger machte den Handlungsbedarf deutlich. Trotz der Bemühungen um Energieeffizienz werde der Stromverbrauch bis 2050 eher zu- als abnehmen. Dazu trügen immer mehr Anwendungen bei wie etwa die Computerisierung, aber auch die Einführung von Elektrofahrzeugen oder die Gebäudetechnik. Klimapolitik bedeute eben auch Elektrifizierung.

Willkommene Basisarbeit

Bis 2050 rechneten die meisten Szenarien mit einer markanten Zunahme des Stromverbrauchs. Um die Versorgung mit preisgünstigem und vor allem CO2-freiem Strom sicherzustellen, brauche es alle Energien. Schweiger plädierte deshalb sowohl für den Einsatz von neuen erneuerbaren Energien als auch für den Bau von zwei neuen Kernkraftwerken. Das Volk werde zu Recht den Entscheid zur Kernenergiefrage fällen, sagte der Aves-Präsident. Gleichzeitig gratulierte er der Aves Thurgau zur Gründung.

Es brauche nicht nur die Bundespolitik, sondern auch ein von der Basis ausgehendes Engagement.

Geothermie am 7. September

Die Aves Thurgau nehme das Ganze ins Blickfeld und nenne für sämtliche Formen der Energieerzeugung die Vor- und Nachteile, betonte Präsident Urs Martin aus Oberaach. Die neue Organisation wolle Physik und Volkswirtschaft in die Politik tragen und Lösungen zum Nutzen der Energiekunden, der Wirtschaft und der Umwelt vorschlagen.

Unter diesen Vorzeichen werde die Aves Thurgau den Akteuren der kantonalen Energieszene auf die Finger schauen und eigene Ideen einbringen.

Geplant sind jährlich drei bis vier Anlässe, erläuterte Vizepräsidentin Gabi Badertscher aus Uttwil. Eine erste öffentliche Veranstaltung ist für den 7. September in Arbon geplant. Sie wird sich mit der Geothermie und ihren Möglichkeiten befassen.

Über 80 Mitglieder

An der ersten GV nahmen 50 Personen teil, darunter FDP-Nationalrat Werner Messmer, Vorstandsmitglied der Aves, CVP-Nationalrätin Brigitte Häberli, zahlreiche Kantonsräte und auch prominente Vertreter der Energiebranche wie Rainer Sigrist, Verwaltungsratspräsident der EKT-Gruppe. Die Aves Thurgau war im Februar gegründet worden und zählt gut 80 Mitglieder. (msi.)

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