Mitten im Schlussrapport geht der Alarm los

FRAUENFELD. Es hätte ein gemütlicher Donnerstagabend werden sollen im Rathaus, der Schlussrapport der Frauenfelder Feuerwehr. «Bis heute abend leisteten wir 115 Einsätze, 136 sind es im Jahresmittel», berichtet Feuerwehrkommandant Fabrizio Hugentobler gerade.

Andreas Taverner
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FRAUENFELD. Es hätte ein gemütlicher Donnerstagabend werden sollen im Rathaus, der Schlussrapport der Frauenfelder Feuerwehr. «Bis heute abend leisteten wir 115 Einsätze, 136 sind es im Jahresmittel», berichtet Feuerwehrkommandant Fabrizio Hugentobler gerade. Es ist kurz vor 20 Uhr, als ständig mehr Handys läuten. Die Anwesenden schauen sich verdutzt an. «Will uns da jemand testen?» steht in den Gesichtern geschrieben.

Kuh steckt im Güllenkasten fest

Dass dem nicht so ist, bemerken die Feuerwehrleute im Saal, als Kommandant Hugentobler selbst zum Handy greift. Endgültige Klarheit schaff dann ein SMS: In Osterhalden steckt eine Kuh im Güllenkasten zwei Meter tief in Not. Die Feuerwehr wird um technische Hilfeleistung ersucht. Die Pikettgruppe des Zugs 2 und weitere Feuerwehrleute machen sich sofort vom Rathaus auf in Richtung Feuerwehrdepot und in den Einsatz. Der grösste Teil der Feuerwehrleute und die Gäste verbleiben aber im Saal.

«C'est la vie»

Stadtpräsident Anders Stokholm meint, nachdem sich die Aufregung gelegt hat: «Das ist das Leben.» In seiner Dankesrede an die Frauenfelder Feuerwehrfamilie betont er, wie wichtig deren Engagement ist. Dann flitzen drei Feuerwehrfahrzeuge am Rathaus vorbei. Die Sirenen sind unüberhörbar, blaues Licht huscht über die Wände des Saals.

Um kurz nach halb zehn kommt dann die gute Nachricht. Der Kuh gehe es gut, sie sei wieder im Stall, sagt ein am Einsatz beteiligter Feuerwehrmann.